Das Salz der Erde

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Die meisten Spielfilme von Wim Wenders finde ich sterbenslangweilig, aber dass er die Kunst des Dokumentarfilms beherrscht, hat er bereits mit dem Musikfilm „Buena Vista Social Club“ eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit der Doku über den brasilianischen Sozialfotografen Sebastião Salgado ist ihm zusammen mit Co-Regisseur und Salgado-Sohn Juliano Ribeiro ein cineastisches Meisterwerk gelungen. Anhand der einzelnen Projekte Salgados wird zum einen seine Biografie erzählt und zum anderen sein fotografisches Werk dokumentiert. Vor allem die Berichte über seine Arbeiten in der Hungerregion Sahelzone, den Genozid und die Flüchtlings-Katastrophe im Zusammenhang mit dem Ruanda-Konflikt in den neunziger Jahren und die Dramen im Rahmen der jugoslawischen Staatsauflösung gehen dem Zuschauer extrem an die Nieren.
Der Film findet ein versöhnliches Ende in den Berichten über die Wiederaufforstungsaktion für den brasilianischen Regenwald, die Salgado zusammen mit seiner Ehefrau Lélia initiiert hat, und sein letztes großes Fotoprojekt „Genesis“, mit welchem er die Artenvielfalt dieser Welt fotografisch dokumentiert.
Eine dicke Empfehlung für jede/n, der sich auch nur ansatzweise für Fotografie und/oder die grundlegenden Probleme unseres Planeten interessiert.


Das Salz der Erde / Homepage

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