Lambchop @ Amerikahaus, München, 2015-02-07

Lambchop performing Nixon in it’s Entirety

„Nixon is the album when Lambchop became the band people think of as Lambchop“
(Pitchfork)

„The most fully realised Lambchop record, the most perfect blend yet of their alt country roots and their obsession with soul.“
(Mojo)

„Wir sind Lammkotelett from Nashville, Tennessee, if you enjoyed the Show, if you dislike, we are the Kings Of Leon“. Ich gehe nicht davon aus, dass sich an dem Abend jemand fand, der den fantastischen Auftritt der Band um Kurt Wagner nicht genossen hat. Die siebenköpfige Combo führte in ihrer einzigartigen Manier zur Feier der Veröffentlichung des Albums vor fünfzehn Jahren ihr 2000er-Werk „Nixon“ zur Gänze auf, das Album, dass seinerzeit ihren Durchbruch beim geneigten Publikum und bei der Fachpresse markierte. Zudem ist die „Nixon“-Tour ein Tribut der Band an ihr Gründungsmitglied Marc Trovillion, der Bassist verstarb letzten Oktober an einem Herzinfarkt.

Die Band bot am Samstagabend im Amerikahaus bei exzellenter Akustik eine hervorragende Performance in ihrem unvergleichlichen, tiefenentspannten Stilmix aus Alternative Country und Soul, für Lambchop-Verhältnisse im Tempo um einiges beschleunigt verglichen mit dem für meine Begriffe tendenziell zu ruhigen Live-Vortrag der „Mr. M“-Platte vor zweieinhalb Jahren in den Münchner Kammerspielen. Zu meiner besonderen Freude war dieses Mal Meister-Gitarrist William Tyler wieder mit von der Partie, bei den ausgedehnteren Instrumental-Passagen erinnerte mich sein glasklares Spiel wiederholt an den begnadeten und unvergessenen Grateful-Dead-Chef Jerry Garcia.

Abgerundet wurde dieses konzertante Highlight durch etliche Klassiker aus dem Band-Repertoire und in der Zugabe durch eine über die Maßen gelungene Cover-Version von David Bowies Hit „Young Americans“, dessen Textzeile „Do you remember your President Nixon? Do you remember the Bills you have to pay?“ perfekt zum Motto des Abends passte.

Der Release des Band-Meisterwerks „Is A Woman“ jährt sich dann in zwei Jahren zum fünfzehnten Mal und wenn Lambchop in dem Fall das Konzept der Gesamtaufführung fortführen würden, wäre wohl jeder Konzertbesucher vom vergangenen Samstag im Amerikahaus erwartungsfroh und glücklich.

Dass Kurt Wagner einer der sympathischsten Menschen im Pop-Business ist, wird nicht nur durch seine unaufgeregte Moderation jedes Lambchop-Konzerts bewusst, ich durfte mich am Merch-Stand bei einem netten Plausch mit dem Meister zur Krönung des Abends selbst überzeugen…;-)))
(*****)

Lambchop / Homepage

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4 Kommentare

    1. Vielen Dank, Stefan.
      Den Kurt hab ich schon öfter gesprochen, nach seinem „Kort“-Konzert mit Cortney Tidwell hat er sich auch mal viel Zeit genommen. Wirklich eine absolut sympathische Erscheinung, der Mann.
      Danke für Deine Aufmunterung bezüglich der Löwen, aber ich fürchte, da gehen langsam die Lichter aus.
      Viele Grüße + Dir einen schönen Abend,
      Gerhard

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      1. Ich fürchte auch. Doch manchmal muss man hart am Boden der Realität ankommen, um neues aufzubauen. Es wäre mehr als schade wenn die Löwen in der Versenkung verschwinden würden.
        Ja, man merkt Kurt schon auf der Bühne an, dass er ein sympathischer Typ ist. Ich bin gespannt welche Projekte er noch in der Zukunft angehend wird.

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      2. Zu den Löwen kann ich Dir nur zustimmen. Irgendwann muss sich diese ewige Misswirtschaft einfach rächen. Beim Kurt darf man in der Tat immer gespannt sein, was noch kommt ;-))
        Viele Grüße,
        Gerhard

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