Eine Kerze für Fritz J. Raddatz

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Der große deutsche Feuilletonist Fritz J. Raddatz ist gestern in Zürich im Alter von 83 Jahren gestorben. Erst heute morgen habe ich noch in der U-Bahn einen Vorabdruck seines neuen Buchs „Jahre mit Ledig“ in der aktuellen ZEIT gelesen, deren Feuilleton-Chef der gebürtige Berliner von 1977 bis 1985 war. Von 1960 bis 1969 war er stellvertretender Leiter des Rowohlt-Verlags. In dem aktuellen Werk, das heute erscheint, skizziert er das abenteuerliche Leben seines damaligen Chefs, des Verlegers Heinrich Maria Ledig-Rowohlt. Im Vorabdruck wurden süffisante Episoden von Begegnungen mit dem französischen Skandalautor Jean Genet ausgewählt sowie die massiven Auseinandersetzungen um die Veröffentlichung von Rolf Hochhuts Theaterstück „Der Stellvertreter“, in dem der Autor in den sechziger Jahren das Schweigen von Papst Pius XII zum Holocaust anprangerte.

Fritz J. Raddatz / wikipedia

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