Reingehört (52)

Duct Hearts – If You Prick Us, Do We Not Bleed? 7″ (2015, Time As A Color)
Ziemlich druckfrische (oder sagt man in dem Fall pressfrische?) Debüt-Single eines jungen Trios from South Of Munich, die auf den beiden Vinyl-Seiten einen elfeinhalb-minütigen, hochspannenden Mix aus schwerem Progressive Rock und exzellentem Post-Rock ausbreiten.
Feine King-Crimson-Schule der frühen Tage (ich bin geneigt, ganz am Anfang bei „In The Court Of The Crimson King“ zu referenzieren) trifft auf tolle Tempi-Wechsel und wunderbar austariertes Laut-Leise-Spiel, es ist also alles vorhanden, was Post-Rock gut und schön macht. Und: um aus den gewohnten Mustern des Genres auszubrechen: mit Gesang! ;-))
Die Herren David Henke, Franz Kindermann und Daniel Becker befinden sich derzeit auf Tour, ich würde mich freuen, wenn es demnächst auch mit einem München-Gig klappt und sehe dem ersten Longplayer mit Spannung entgegen.
Duct Hearts spielen heute abend in Wien, im Venster 99, morgen in Graz im Sub, am 25. April in Fulda im Cafe Panama und am 26. April in Monheim am Rhein im Sojus 7.
(*****)

Duct Hearts / Facebook

Duct Hearts / Lorraine / The Daydream Fit / Dotlights – Split 7″ (2015, Time As A Color)
Duct Hearts sind auf einer weiteren, ebenfalls vor kurzem erschienenen Split-Single vertreten, neben dem Trio bringen die Münchner Bands Lorraine, The Daydream Fit und Dotlights auf dem Tonträger neue Stücke zu Gehör.
Duct Hearts glänzen hier mit dem grandiosen Dreiminüter „Been There“, einem hymnischen Indie-Gitarren-/Gesangs-Brett, das Euphorie auslöst und auf konzertante Qualitäten der Band hoffen lässt.
Die Band Lorraine gibt auf dem Stück „Frequenzy Hopping“ erhabenenen, Fugazi-artigen Straight-Edge-Hardcore zum Besten, der dem Fan der Washingtoner Legende über deren seit Jahren anhaltende Auszeit hinweghilft.
The Daydream Fit finden sich mit ihrer hervorragenden Indie-Rock-Nummer „Traveling“ irgendwo an der Schnittstelle Dinosaur Jr / frühe Notwist / Vulcano Suns / Das Damen wieder und erinnern an glorreiche Tage, als diese Musik noch groß, ausufernd und euphorisch war.
Dotlights zelebrieren auf „Clingendael“ die reine, wunderbar meditative Instrumental-Post-Rock-Lehre, das einzige Manko des Stücks liegt in der Tatsache begründet, dass es viel zu kurz ist…;-)))
Fazit: Vier hochkompetente Combos aus der Region, von denen wir hoffentlich noch viel hören werden.
(*****)

Time As A Color Record Label / Homepage

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