Antun Opic & Band @ Hades, München, 2015-06-25

„Antun Opic is the real song-writing deal. A rare talent.“
(Claire Davies, MusicRadar UK)

„Der Deutsch-Kroate Antun Opic liebt das Theater und dies schlägt sich in seiner Musik nieder. Sobald er auf der Bühne steht, schlüpft er in verschiedene Rollen, die er mal an sperrige Figuren wie Tom Waits anlegt, mal an einen emotional ergriffenen David Gray. Dabei changiert seine Musik ungewöhnlich zwischen Folk, Balkan, Blues, Klezmer und Pop. Antun Opic’s Lieder sind eigene kleine Lebensformen, die geboren werden wollen, Raum und Zeit brauchen, wachsen, sich entwickeln. Fröhlich, stolz und klar.“
(Antun-Opic-Flyer)

An Zutaten nur vom Feinsten: Nimmst Du das Beste aus der Frühphase vom bereits oben erwähnten Tom Waits, also circa „Closing Time“ und „The Heart Of Saturday Night“, des Weiteren Missisippi John Hurt und Tim Buckley, dazu Jan Garbarek, eine Prise Klezmer, Django Reinhardt, Coco Schumann, etwas Flamenco, knurrigen Dad-Horse-Experience-Gesang, dann hast Du ungefähr eine Vorstellung, was der Antun und seine begnadeten Mitmusiker musikalisch auf die Beine stellen – aber tatsächlich nur ungefähr, denn was Opic und Band am vergangenen Donnerstag im ‚Hades‘ beim Releasekonzert ihrer neuen EP „Shovel My Coal“ auf die Bühne zauberten, muss man mit eigenen Ohren gehört haben, um sich selbst von der genialen Einzigartigkeit dieser extrem spannenden, anregenden und aufs Angenehmste unterhaltenden Mixtur zu überzeugen. Selten kommt es vor, dass ein Musiker seine ureigene, unverwechselbare Sprache findet, dem Münchner Ausnahmetalent ist dies wohl ohne jegliche Einschränkungen mehr als gelungen. Enthusiasmus pur herrschte nach zwei Stunden Wohlklang-Vollbedienung im gut gefüllten Club, Antun Opic und seine Mitmusikanten zogen alle Register ihres hochtalentierten Könnens und ließen hinsichtlich Groove und virtuosem Vortrag keine Wünsche offen, das Publikum dankte es der Band mit frenetischem Applaus und wiederholten Zugaben-Forderungen. Der Münchner Opic, der in seiner unaufgeregten Art als hochsympathischer Conférencier mit gewitzten Ansagen souverän durch den Abend führte, wird zusammen mit seiner Band am 16. Juli beim renommierten Jazz Festival in Montreux auftreten, und aufgrund der herausragenden Qualität seiner Musik gehört er auch zwingend in diese Liga. Skinhead O’Connor, Nils Petter Molvaer und die Alabama Shakes dürfen sich schon mal warm anziehen. Schade, dass Funky Claude das nicht mehr erleben durfte…
(***** ½)

Vielen Dank an Christian Solleder von der Nachbarschaft Westermühlbach, der mich erstmals mit der Musik von Antun Opic bekannt machte.

Antun Opic gibt’s live in nächster Zeit zu folgenden Terminen – wenn Ihr in der Nähe seid: unbedingt hingehen!

02. – 12.07. Italy Summer Tour
16.07. Montreux Jazz Festival, Music In The Park Stage
25.07. Wessling, Der Garten Schwebt Festival
04.09. Ingolstadt, Open Flair Festival
05.09. München, Isarinsel Festival
03.10. München, Milla
28.10. Wörthsee, Alter Bahnhof Steinbach
30.10. Zürich, Helsinki Klub
02. – 29.11. Italy Club Tour

Antun Opic / Homepage

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