Delaney Davidson @ Unter Deck, München, 2015-07-01

Dicker Tipp vom Dad Horse Ottn, und damit konnte eigentlich nix mehr anbrennen. Ist auch nix angebrannt, was der Mann aus Christchurch, Neuseeland, am Mittwoch auf die Bretter des aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen gut beheizten ‚Unter Deck‚ am Münchner Oberanger stellte, war aller Ehren wert.
Davidson, der im Nebenjob bei der Genfer Band The Dead Brothers mitmischt und 2007 im Thriller ‚The Road To Nod‚ von Marc A. Littler die Hauptrolle spielte, bestach am vergangenen Mittwoch weniger durch den von seinen Platten gewohnten Country- und mit Vaudeville-Einfärbungen versehenen Schräg-Folk, vielmehr glänzte er im Solo-Vortrag mit vorab auf dem Gitarren-Korpus eingeklopften, seine Songs unterstützenden Loops und vor allem seiner Spielart des Blues, fernab der ausgetretenen Pfade, weit mehr orientiert an Protagonisten wie R.L. Burnside oder T-Model Ford und den düsteren Trance-Experimenten des australischen Finsterlings Hugo Race sowie bereichert durch Rockabilly- und Trash-Anklänge a la Crypt-Bands, Cramps und Alex Chilton.
Den höchst unterhaltsamen Blues-Ritt durfte Delaneys Süße vom Merchandising-Stand durch eine mexikanische Mariachi-Nummer auflockern, mit welcher die südländische Schönheit die animierte Gesellschaft noch weiter euphorisierte. Vor dem Zugabenteil zollte Davidson dem amerikanischen Country-Crooner George Morgan mit seiner Interpretation des Klassikers „Please Don’t Let Me Love You“ aus dem Jahr 1949 Tribut, einem Stück, dem unter anderem bereits sowohl Hank Williams als auch die Mekons (auf ihrer hervorragenden „Honky Tonkin'“-Scheibe aus dem Jahr 1987) ihre unverwechselbare Handschrift angedeihen ließen. Unmittelbar vor dem Zugabeklatschen kam auch noch zu meiner großen Freude der wunderbare Konrad Wert aka Possessed By Paul James durch die Interpretation seiner Killer-Nummer „Cold And Blind“ zu Ehren – was soll ich sagen, Musik kann in solch besonderen Momenten so unfassbar großartig sein, und an diesem sommerlich/luftfeuchtigkeits-durchtränkten Abend, den uns Delaney Davidson mit seiner extrem angenehmen Art und seiner einzigartigen Interpretation des Blues allumfassend-passend musikalisch untermalte, war sie es wiederholte Male.
Muddy Roots! Präsentiert vom CLUBZWEI, Münchens Promoter Nummero Uno für das Wahre, Schöne & Gute.
(*****)

Delaney Davidson / Homepage

Advertisements

4 Kommentare

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s