Eine Kerze für Bob Johnston

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Der aus Texas stammende Musikproduzent Bob Johnston ist am vergangenen Freitag in Nashville/Tennessee im Alter von 83 Jahren gestorben.
Zusammen mit seiner Frau Joy Byers komponierte er in den frühen sechziger Jahren mehrere Songs für Elvis Presley, legendär ist seine Produzententätigkeit ab dem Jahr 1965, für die Liste der Klassiker, die er zu verantworten hatte, würde so mancher die eigene Oma opfern, allein die Aufzählung der essentiellen Dylan-, Cohen- und Cash-Aufnahmen liest sich wie der Pop-historisch relevante Kanon dieser Ära, unter anderem war er Produzent der folgenden Meilensteine:
‚Highway 61 Revisited‘, ‚Blonde On Blonde‘, ‚John Wesley Harding‘, ‚Nashville Skyline‘ und ‚New Morning‘ von Bob dem Meister, den Leonard-Cohen-Klassikern ‚Songs From A Room‘ und ‚Songs Of Love And Hate‘, den beiden bahnbrechenden Knast-Live-Platten von Country-Ikone Johnny Cash, ‚At Folsom Prison‘ und ‚At San Quentin‘, dem Byrds-Album ‚Dr. Byrds & Mr. Hyde‘ sowie weiterer relevanten Arbeiten von Musikern wie Simon & Garfunkel, Loudon Wainwright III, Marty Robbins, Pete Seeger und Michael Murphy.
Ab den siebziger Jahren war Johnston, enttäuscht von den spärlichen Einnahmen aus seiner Anstellung bei Columbia Records, als freier Produzent tätig, seine erfolgreichste Einspielung aus dieser Zeit war das Album ‚Fog on the Tyne‘ der britischen Folk-Rock-Band Lindisfarne, welches im Frühjahr 1972 Platz 1 der UK-Charts enterte.

„Bob Johnston was very sophisticated. His hospitality was extremely refined. It wasn’t just a matter of turning on the machines. He created an atmosphere in the studio that really invited you to do your best, stretch out, do another take, an atmosphere that was free from judgment, free from criticism, full of invitation, full of affirmation. Just the way he’d move while you were singing: He’d dance for you. So, it wasn’t all just as laissezfaire as that. Just as art is the concealment of art, laissezfaire is the concealment of tremendous generosity that he was sponsoring in the studio.“
(Leonard Cohen)

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