Lila Hartig: 51st State @ Amerikahaus

51st State – Leben in einer U.S. Army Kaserne in Bayern – Fotografien von Lila Hartig

„I joined the Army August 7, 2012. I always wanted to – ever since I was a kid I was running around in an Army uniform and a BB gun. My parents always knew I was gonna join. I wanted to serve my country in the best way I could. After basic training I came to Germany and deployed from here to Afghanistan.“
(Jay, 20, South Carolina / Grafenwöhr, 2014)

„…It is easy to develop feelings for a person, a challenge to continue to develop love over time when you are together, an absolute struggle to nourish those feelings when you are seperated for weeks, month, or years, and a nightmare to watch the embers of the fire fade and die one by one as you desperately attempt to hold on to the memory…“
(Joshua, 30, Montana / Ansbach, 2014)

„Little America“ mitten in Bayern – die sehenswerte Ausstellung der Münchner Fotografin Lila Hartig im Amerikahaus gibt Einblick in das Leben der hier stationierten US-Streitkräfte, dabei stehen die Lebensumstände, das soziale/private Umfeld und die Infrastruktur, innerhalb derer sich die Soldaten in den bayerischen Stützpunkten bewegen, im Mittelpunkt, weitaus weniger die militärischen Aspekte.
Der Betrachter gewinnt Einblick in den Schulalltag der amerikanischen Kinder, das Konsum-Angebot in den Kasernen, in dem deutsche Produkte nur in Form von Souvenirs wie „Traditional German Beer Steins“ und „Original Black Forest Cuckoo Clocks“ eine Rolle spielen, Freizeitangebote wie das Amerikanisch-Deutsche Volksfest und das Aufrechterhalten heimatlicher Traditionen wie das Feiern von Thanksgiving.
„Rituale sind sehr wichtig für die Familien, die kaum länger als drei Jahre an einem Stützpunkt wohnen“, sagt Lila Hartig, deren fotografisches Projekt Ende 2014 als Bachelorarbeit im Studiengang Fotodesign der Hochschule München entstanden ist.
Wie es innerhalb der amerikanischen Kasernen aussieht, bekommen nur wenige Deutsche zu sehen. Dank Lila Hartig, die unter Begleitung in den Stützpunkten fotografieren durfte, kann man sich im Amerikahaus nun selbst einen Eindruck von dem kleinen Amerika mitten in Bayern machen.

Lila Hartig wurde 1989 in Landshut geboren und lebt in München. Bevor sie 2010 ihr Fotodesign-Studium in München begann, verbrachte sie ein Jahr in den USA. Sie arbeitete als Cultural Representative in Walt Disney World Orlando, Florida. Inspiriert vom kulturellen Austausch in den USA fotografierte sie dort die Serie „Ephemeral America – Die Flüchtigkeit der Dinge“ – Landschaften und charakteristische Gebäude des Landes. Nach einem Erasmussemester in Wales schloss sie 2015 ihr Fotodesign-Studium an der Hochschule München mit der Bachelorarbeit „51st State – Leben in einer US-Army Kaserne in Bayern “ ab. Die amerikanische Kultur ist ein wiederkehrendes Thema und Inspiration der Künstlerin.

Alle Fotos (c) Lila Hartig / Verwendung mit freundlicher Genehmigung des Amerikahauses

Amerikahaus München, Karolinenplatz 3
Bis 31. Dezember 2015.
Öffnungszeiten:
Montag–Freitag 10–17 Uhr
Mittwoch 10-20 Uhr
Eintritt Frei.

Im Rahmen der „Langen Nacht der Münchner Museen“ am 17. Oktober wird die Fotografin Lila Hartig um 23:00 Uhr im Amerikahaus durch ihre Ausstellung führen.

Amerikahaus München / Homepage

Lila Hartig / Homepage

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10 Kommentare

      1. Das musst du ändern……! Mittlerweile gibt es schon mehr lange Nächte in Wien…zB die lange Nacht der Kirchen 😉 ! Irgendwann haben wir vielleicht nur mehr lange Nächte…auch nicht schlecht ;-)!
        Lieben Gruß – karin

        Gefällt 1 Person

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