Eine Kerze für David Bowie

David_Bowie_and_Cher_1975

No return of the Thin White Duke: Das einzigartige Pop-Chamäleon David Bowie ist gestern im Alter von 69 Jahren seinem Krebsleiden erlegen.
Der vor allem in den siebziger Jahren stilprägende Musiker/Sänger hinterlässt mit Alben wie ‚The Rise And Fall Of Ziggy Stardust And The Spiders From Mars‘ (1972), ‚Station To Station‘ (1976) und den 1977 erschienenen Werken ‚Low‘ und ‚“Heroes“‚ (alle: RCA) Meilensteine der Rockmusik, die in jeder ernst zu nehmenden Best-Of-Irgendwas-Of-All-Time-Liste auftauchen.
Legendär ist unter anderem seine Zusammenarbeit mit Iggy Pop, während seines Abhängens mit Herrn Osterberg im Berliner Drogensumpf „near the wall“ entstanden neben eigenen Alben die von Bowie schwer beeinflussten Iggy-Meisterwerke ‚The Idiot‘ und ‚Lust For Life‘ (beide 1977, beide RCA).
Ende der achtziger, Anfang der neunziger Jahre habe ich Bowie ein paar Mal live gesehen, auf der ‚Sound & Vision‘-Tour, bei der er eine Art Greatest-Hits-Show seiner Werke spielte, mochte der Funke nicht recht überspringen, obwohl er mit Adrian Belew einen absoluten Ausnahme-Gitarristen am Start hatte. Einige Jahre später stieß der Auftritt mit der Band Tin Machine in kleinerem Rahmen im Münchner Circus Krone auf wesentlich mehr Gegenliebe, mit einem hart rockenden, homogenen Set und einer exzellent besetzten Combo überzeugte Bowie auch Fans, die dem Projekt generell kritisch gegenüber standen, die drei Tin-Machine-Alben sind bei beinharten Bowie-Fans bis heute nicht unumstritten.
Ich war nie der ganz große Fan, aber bei „Rock ’n‘ Roll Suicide“ habe ich jetzt doch ein paar Tränen zerdrückt…

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24 Kommentare

  1. Als ich damals nach London „ausgewandert“ bin, bin ich in einem B&B in Shepherd’s Bush gelandet. Montag sollte der Job losgehen, ich war monster nervös, es war ein super heißer Tag und ich lauf an meinem ersten Abend so durch die Gegend, seh ne Konzerthalle wo Leute davor stehen und vor lauter Langeweile und auch „dann grübel ich wenigstens nicht rum“ hab ich mich angestellt, erst in der Schlange gemerkt es ist für David Bowie, habe die Kohle die eigentlich für den ganzen Monat geplant war an dem ersten Abend in London für David auf den Kopf gehauen und es nie nie bereut. Wollte ihn soooo gerne noch mal live sehen 😦

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  2. Ein ziemlich trauriger Tag ist das heute und ein seltsames Gefühl überkam mich diesen Morgen, als ich die Nachricht hörte. Irgendwie gehörte er immer (musikalisch) mit dazu. Musikalisch mal mehr und manchmal auch weniger…doch er war stets präsent und ich habe mich auf das neue Album gefreut, weil er wieder andere Wege ging und mit einer Jazz-Band ein Rock-Album einspielte und der erste Song überzeugte.
    Danke für die Kerze Gerhard. Die Alten Rocker und Heroen gehen so langsam nach und nach und so manche Kerze wird uns an die entstandenen Lücken daran erinnern.
    Liebe Grüße,
    Stefan

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    1. Lieber Stefan,
      ich finde auch, dass sich das sehr seltsam anfühlt, Bowie war einfach immer da, man kann sich die Musikwelt ohne ihn irgendwie nicht vorstellen. So wird es uns noch mit einigen Helden gehen, das wird ganz finster.
      Liebe Grüße,
      Gerhard

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      1. Du hast Recht Gerhard. Tony Visconti, Freund und Produzent, schrieb: His death was no different from his life – a work of Art. He made Blackstar for us, his parting gift. I knew for a year this was the way it would be. I wasn’t, however, prepared for it. He was an extraordinary man, full of love and life.“ Übrigens das neue Album ist kein Jazz-Album. Angeblich soll Bowie die Musiker, die auch auf Kendrik Lamarr´s Album spielen, in einem Nachtclub gesehen haben. Warum er ausgerechnet Jazz-Musiker für ein Rockalbum haben wollte, bleibt sein Geheimnis. Jetzt bekommt dieses Album mit seinem Tod eine andere Bedeutung, da viele Fragen unbeantwortet bleiben. Wie einst bei seinem Freund Freddie Mercury, wussten nur die wenigsten um seinen Gesundheitszustand. Jetzt hat er sich in einen Blackstar verwandelt. Das Timing hat ihn nie verlassen. Aber er leider uns.
        Liebe Grüße,
        Stefan

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      2. Lieber Stefan,
        wenn ich die nächsten Tage mal Muse finde, hör ich mal rein in die neue Scheibe. Du hast in Deinem Nachruf den Bowie-Biografen Paul Trynka erwähnt, hast Du die Bio von ihm gelesen? Wenn ja, ist die zu empfehlen? Ich hab von ihm sein Werk über Iggy Pop vor einigen Jahren gelesen, das war ok.
        Liebe Grüße,
        Gerhard

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      3. Lieber Gerhard,
        vermutlich wird es in diesem Jahr noch einige Neuerscheinungen zum Thema Bowie geben. Das erwähnte Buch hatte ich angelesen , da ein Großteil gleich zu Beginn sich mit der Frühzeit in London beschäftigt. Damals war es mir zu voll mit Details und mehr ein Buch für Fans. Vielleicht mag mein erster Eindruck auch täuschen. Aber ich denke, es werden noch jede Menge Artikel und Bücher erscheinen. Problematisch dabei ist nur, das Bowie selbst in Interviews gut kontrollierte, was später gedruckt wurde. Man sieht es auch daran, das alle die am letzten und vorletzten Album beteiligt waren, den Mund hielten. Und selbst nach der Veröffentlichung gab es kein böses Wort der Beteiligten. Er ließ lieber andere über sich schreiben, weil es Teil einer großen Inszenierung war, von der er als Künstler und sein Kunstwerk profitierte.
        Vom neuen Album kann ich zumindest sagen, das es weder ein Jazz- noch Rock- noch Pop-Album ist. Würde er noch leben würde ich sagen, es ein Mix verschiedenster moderner Stile und ein Zwischenalbum in seiner Karriere. Nun ist es sein letztes Album (vermutlich) geworden. Kein Meisterwerk, was man auch nucht erwarten durfte, und dennoch gut und zudem sein Vermächtnis. Was für ein Timing. Zumindest lohnt das Hineinhören mit (nur) 7 Songs mit 40 Minuten Länge. Es sei denn, es gibt noch unveröffentliche Songs.
        Liebe Grüße,
        Stefan

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      4. Lieber Stefan,
        ich muss gestehen, ich habe seit den Tin-Machine-Alben bei Bowie nur noch sporadisch reingehört, meistens hat es mich nicht mehr sonderlich beeindruckt, was er da so ablieferte, er hat mir auch etwas zu viele stilistische Hacken geschlagen, bei ‚Reality‘ hab ich mal wieder etwas genauer hingehört, aber ich glaube auch nur, weil ein Jonathan-Richman-Cover dabei war, aber ‚Pablo Picasso‘ hat John Cale letztendlich wesentlich besser hingekriegt (mit Cale hat er auch mal zusammengearbeitet, allerdings kam nie mehr als ein obskures Bootleg davon heraus). ‚The Next Day‘ vor ein paar Jahren war auch eher irgendwie nichtssagend für meine Begriffe.
        Ein Crossover-Album mit einer Jazz-Band muss ja nicht schlecht sein, siehe ‚Astral Weeks‘ von Van The Man (der allerdings damals auf absolutem Top-Level unterwegs war, insofern hinkt der Vergleich wahrscheinlich gewaltig…)
        Liebe Grüße,
        Gerhard

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      5. Lieber Gerhard,
        Du hast Recht. Vergleiche hinken. Bei Bowie war es auch die Zeitspanne zwischen seinem letzten Auftritt in 2004 und dem Comebackzeitpunkt. Da er seit 2004 keine Interviews mehr gab, blieben viele Fragen offen. Als nichtssagend würde ich „The Next Day“ nicht beschreiben. Er wurde 66 Jahre alt und hatte 9 Jahre lang kein Album, keine Single mehr heraus gebracht und wollte vermutlich mit dem Album der Welt wieder „Hallo, ich bin da“ sagen, ohne Konzerte, Interviews, Tourneen usw. Vielleicht war es auch die Motivation den Menschen etwas zum Schluss an die Hand zu geben. Klassische Alterswerke hören sich normalerweise anders an. Zumindest hat er kein Weihnachtsalbum oder Best-of aufgenommen.Mir hatte das Album gefallen, wenngleich es kein Meilenstein ist. Wäre es ein Bowie mit 36 oder 46 Jahren gewesen, hätte man das Album anders und kritischer beurteilt. Aber in diesem ganzen Kontext mit seinem Alter, der Abstinenz und dem passiven Comeback mit vielen Rätseln in den Texten und Videos und letztlich jetzt mit seinem Tod bekommen beide Alben eine zusätzliche wie andere Bedeutung. Da Bowie ein cleverer Geschäftsmann zudem war und da außer ihm es niemand anders weiß, vermute ich, das er alles gezielt und bewusst getan hat. Fast möchte ich sagen, er hat seinen sich abzeichnenden Abgang choreografiert und terminiert. Wir werden es nie erfahren. In der Malerei gibt es viele Künstler die ihre Zuschauer allein zurück lassen mit Fragen nach der Bedeutung. Ich denke Bowie gehört ebenso in diese Kategorie. Hör einfach mal ins neue Album hinein ob Dich der Sound anspricht.
        Bei mir war Bowie irgendwie nie ganz weg. Auch wenn einige Jahren dazwischen lagen. Und selbst dann gab es sein Frühwerk bis in die 80er Jahre was man immer wieder hören konnte. Tin Machine hatte ich damals nicht verstanden. Das passte alles irgendwie nicht zusammen. Selbst nach schlechten Platten oder auch einigen lauen Auftritten als Schauspieler, war ich mir sicher, da kommt irgendwann wieder etwas neues und anderes. Gestern Abend hatte ich Radio gehört und dabei viele Bowie-Songs. Es gibt ein Wort das oft in seinem Zusammenhang verwendet wurde:nobel. Ein nobler Mensch der seine Freundschaften pflegte und der irgendwie nie weg war, auch wenn man von ihm nichts hörte. Er ließ andere über sich sprechen und war doch immer im Gespräch. Und dazu hat er einen Songkatalog mit vielen Perlen für den Olymp, von denen andere nur träumten. Und das mal unabhängig, das sein Frühwerk hier überwiegt.
        Liebe Grüße,
        Stefan

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      6. Lieber Stefan, das mit der Inszenierung war bei ihm sicher so, sein letztes Video passt auch gut dazu, ich denke, er wollte hier einfach seinen nahen Tod verarbeiten, was ihm wohl auf beklemmende Art gelungen ist.
        Tin Machine fand ich damals sehr ok, vor allem die erste Platte, aber ich bin mit der Meinung oft allein gestanden. Ich denke, er wollte mal weg von der ganzen Kunst-Schiene und einfach mal drauflos-rocken. Mit den Sales-Brüdern hat er ja schon bei Iggy/’Lust For Life‘ zusammengearbeitet, insofern fand ich das schon nachvollziehbar. Konzertant hat das für meine Begriffe auch wunderbar funktioniert. Die Inszenierung im Circus Krone war damals auch extrem witzig: Die Band hat vor Konzertbeginn einfach einen Fernseher auf die Bühne gestellt und den Ton aufgedreht, die Leute konnten noch die ‚Tagesschau‘ sehen und dann ging es los. Bowie kannte die deutschen Gepflogenheiten wohl noch aus seiner Berliner Zeit, auch wenn er zu der Zeit der Legende nach die meiste Zeit dicht war… ;-)))
        Mal sehen, was da noch nachkommt. Die ein oder andere Doku, Biografie und Archiv-Veröffentlichung wird es sicher noch geben. Ein paar gute Sachen kamen ja schon zu Lebzeiten, v.a. das ‚Live Santa Monica ’72‘-Album vor einigen Jahren.
        Liebe Grüße,
        Gerhard

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      7. Lieber Gerhard,
        das mit Lust For Life wusste ich nicht. Ich weiß nur, das Bowie die Musik dazu komponierte. Vermutlich hatte Bowie alles daran gesetzt, das was er noch fertigstellen wollte zu vollenden. Und das ist ihm auch gelungen.
        Vielleicht war das Projekt Tin Machine auch der Versuch mehr auf kleineren Bühnen aufzutreten und einfach los zu rocken. Ich sah Tin Machine einmal live und es war ok. So richtig warm wurde mir dabei doch nicht. Da die 70er Jahre sein Jahrzehnt waren, wo er den größten kreativen Output hatte, bin ich mir sicher, das der Backkatalog noch einiges hergeben wird. Und wer weiß, was Tony Visconti noch an Outtakes im Studio aufgenommen hat. Und sein Musical Lazarus wurde auch fertig. Das Kunstwerk Bowie lebt weiter, auch wenn der Verlust schmerzlich ist und eine große Lücke bleibt.
        Liebe Grüße aus dem nasskalten Hamburg,
        Stefan

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      8. Lieber Stefan,
        den siebziger Jahre-Output, vor allem 1977, fand ich unglaublich. In dem Jahr kamen ja bekanntlich ‚Heroes‘ und ‚Low‘ raus, daneben hat er kräftig bei ‚Lust For Life‘ und ‚Idiot‘ von Iggy mitgemischt, die auch beide im selben Jahr kamen, vor dem Hintergrund, dass die beiden in der Zeit in Berlin angeblich dauerhaft auf Droge waren, ist das einfach sensationell, vor allem auch bei der Qualität.
        Liebe Grüße, beim nasskalten Wetter können wir momentan gut mithalten,
        Gerhard

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      9. Lieber Gerhard,
        volle Zustimmung. Vergleichbar hatte es damals keinen anderen so kreativen Musiker gegeben wie Bowie.
        Iggy hatte in einem Interview erzählt wie viel Spaß er und Bowie in Berlin hatten. Bowie unternahm auch einen kalten Drogenentzug, was auch der Hauptgrund für seinen Umzug war. Beide blieben unerkannt und konnten einfach auf die Strasse gehen und machten sich einen Spaß daraus billige Flanellhemden zu kaufen oder 3 T-Shirts für 3 DM. Sozusagen wurde Berlin sein Lebensretter obwohl er mal über das Berlin der 70er sagte, es sei die Haupstadt des Heroins gewesen. Das Heroes später selbst die Musik für Christiane F. wurde, passte perfekt.
        Er produzierte Lou Reed, Mott The Hoople und Iggy natürlich. Dann spielte er noch im letzten Film von Marlene Dietrich (Armer Gigolo) mit. Im Prinzip kann man vom Debut und alles aus den 70er hören. Übrigens RadioEins sendet heute Abend ab 19.00 Uhr bis 01.00 ein Tribut an Bowie. Ab 23.00 Uhr gibt es dann das Interview im Sender aus 2004, wo Bowie gut gelaunt war: radioeins.de
        Ich vermute aus diesen Jahren/Jahrzehnt muss es noch Material geben. Live Shows usw.
        Liebe Grüße aus dem viel zu grauen und kalt gewordenen Hamburg,
        Stefan

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      10. Lieber Stefan,
        im Zeitmagazin gab es mal vor einiger Zeit private Fotos von Iggys damaliger deutscher Freundin aus der Berlin-Zeit, ich denke, eine derartige kreative Symbiose hat es maximal noch bei Cave/Bargeld gegeben, ansonsten war das mehr oder weniger unvergleichbar. Eno und Fripp dürfen im Zusammenhang mit der Bowie-Berlin-Phase auch nicht unerwähnt bleiben, die beiden waren in den Siebzigern auch auf der Höhe ihrer Kreativität. Insgesamt eine total spannende Zeit, auch neben Punk (den zumindest Iggy maßgeblich beeinflusst hat, aufgrund seines schrillen Glam-Auftretens Anfang der Siebziger wohl auch Bowie).
        Liebe Grüße,
        Gerhard

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      11. Lieber Gerhard,
        das stimmt. Fripp und Eno. Zwei Große. Da denke ich automatisch an „Warzsawa“. Genial. Und auch die neue Bowie-Band mit Carlos Alomar, Tony Visonti…Ich hatte mal gelesen, das Bowie damals unter keinem Druck stand Platten verkaufen zu müssen. Er konnte sich ausprobieren und auch seine Drogensucht bekämpfen. Dennoch wurden alle Alben kommerziell erfolgreich.
        Zu Cave/Bargeld fallen mir noch Marr/Morissey (Ok, war später) und aus der Berliner Zeit auch Hütter und Schneider, die Gründer von Kraftwerk. Das muss eine wahnsinnig intensive Zeit gewesen sein mit einer Aufbruchstimmung die dann im Punk weiter aufging. Sozusagen die letzte musikalische Revolution. Eigentlich wäre die Zeit wieder reif 😉
        Wie gut das viele Musiker diese Drogenzeit überlebt haben.
        Liebe Grüße aus dem mal wieder heutigen tristen Hamburg,
        Stefan

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      12. Lieber Stefan,
        absolut, „Warszawa“ fand ich auch immer grandios, sehr schön auch in der symphonischen Vertonung von Philip Glass (Symphony No 1/Low Symphony). Soll ja auch Joy Division schwer beeinflusst haben, was nicht weiter verwundert.
        Liebe Grüße, bei uns ist es auch nur kalt und windig, der Winter scheint doch noch mal einen Versuch zu starten,
        Gerhard

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      13. Lieber Gerhard,
        Warzsawa habe ich wieder diese Woche gehört. Das Instrumental hatte mich damals schon gepackt und ist heute immer noch, wie Du richtig sagst, grandios.
        Morgen ist erst Schnee angesagt der dann in Regen übergehen soll und das bei frostigen Temperaturen.
        Ich werde versuchen standhaft zu bleiben 🙂
        Liebe Grüße,
        Stefan

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      14. Lieber Stefan,
        ich denke, wir werden so einige Bowie-Perlen in den nächsten Tagen wiederentdecken. Ich hab mir vorgestern ‚Ziggy Stardust‘ in seiner ganzen Pracht mal wieder zu Gemüte geführt, die Platte ist noch heute ein uneingeschränkter Genuss. Super Songs und eine grandiose Band mit einem Bowie, der stimmlich total auf der Höhe ist, ein absoluter Meilenstein der 70er.
        Wetterprognose ist hier die gleiche, nehmen wir es, wie es kommt, was anderes bleibt uns eh nicht.
        Liebe Grüße,
        Gerhard

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      15. Lieber Gerhard,
        ich denke auch, das Ziggy Stardust vielleicht das Album der Siebziger Jahre ist und sein bestes. Wie sagte schon Jerry Lee Lewis: All Killer, No Filler!
        Gestern sah ich noch kurz hinein bei arte, den Pennebaker Konzertfilm über Ziggy Stardust aus 1974.
        Ich denke, es ist ein schöner Bogen von Ziggy Stardust zu letztendlich Lazarus. Jetzt wissen wir alle, was er in Bildern und Lyrics zuletzt kryptisch gemeint hatte: seinen nahenden Tod.
        Übrigens das englische Wikipedia listet einige Remasterte Aufnahmen zu Ziggy Stardust auf. Da kommt sicherlich noch mehr. Das wird vermutlich nur eine Frage der Rechte werden.
        Liebe Grüße aus dem immer noch grauen aber kalt gewordenen Hamburg,
        Stefan

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      16. Lieber Stefan,
        die bereits von mir erwähnte ‚Live Santa Monica ’72‘ ist hierzu eine schöne Ergänzung, mit ziemlich viel Ziggy-Stardust-Stoff und fast mit den selben Musikern eingespielt (Ronson/Bolder/Woodmansey). Bringt die Live-Energie und die Kalsse der Songs der damaligen Zeit gut rüber.
        In München scheint die Sonne, kalt ist es trotzdem, aber das soll es ja auch sein um die Zeit ;-))
        Liebe Grüße,
        Gerhard

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      17. Lieber Gerhard,
        Du hast Recht. Ich vergaß die Live Santa Monica’72‘ Aufnahme. Irgendjemand schrieb mal über die Siebzigerjahre: damals wurde gelebt und ich denke, es spiegelt sich auch in der Musik wieder mit dem Abschluss im Punk. Und Bowie besaß die Fähigkeit dann mit etwas aufzuhören, wenn es zu Ende erzählt war um mit etwas neuen zu beginnen. So macht vermutlich auch seine Zeit in Berlin Sinn. Down to earth und alles neu aufbauen, neue Connections und Kontakte, andere Musik und besonders andere Einflüsse als in London oder New York.
        Hier heißt es, dass das Tief Emma am Abend kommen wird mit Schnee, Regen und Glätte. Gegen Kälte habe ich nichts, aber überfrierende Strassen und Bürgersteige brauche ich wirklich nicht 😉
        Und gegen Kälte helfen, besonders am Abend heiße Getränke 🙂
        Liebe Grüße,
        Stefan

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