Waves + Arcempire @ Backstage Club, München, 2016-01-14

2016-01-14 waves backstage

Das Münchner Backstage feiert 25-jähriges Bestehen mit einer Reihe Freikonzerte, nur weil’s nix kostet, muss man noch lange nicht hin, aber beim Postrock haben sie uns selbstredend auf dem richtigen Fuß erwischt.
Mit dem profilierten Münchner Quartett Waves macht man zu dem Thema mit einem Konzertbesuch nichts verkehrt und mit Arcempire stand zudem eine handfeste Überraschung zur Eröffnung des stimmigen Abends auf den Bühnenbrettern des Backstage-Clubs, die ortsansässige Combo spielte ihren allerersten Gig, und das haben sie richtig ordentlich hingekriegt. Die Band, die sich aus Mitgliedern der Core/Metal-Formation From Constant Visions rekrutiert, präsentierte einen überzeugenden Mix aus Postrock-artigen Gitarren-Akkorden, einer an Bands wie Dinosaur Jr oder Buffalo Tom gemahnenden Melodien-Vielfalt aus dem Bereich der härteren Indie-Gangart und aufopferungsvoll-engagiertem Screamo-Gesang, der in würdiger Verwandtschaft zu allem Wahren und Guten aus der Alternative-Ecke anzusiedeln ist.
Die Songauswahl blieb leider überschaubar, die Münchner haben bisher eine EP am Start, die es im übrigen seit einigen Tagen auf der Band-Homepage zu entdecken und zum freien Download gibt.
(**** – **** ½)

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Arcempire / Homepage

Im zweiten Teil des Abends begeisterten wie nicht anders zu erwarten Waves das anwesende Postrock-Publikum, die vier jungen Männer erschufen einmal mehr mit ihren ausgedehnten Instrumentalpreziosen faszinierende Soundlandschaften zwischen meditativer Versenkung und wuchtigen, eruptiven Sound-Explosionen inklusive der genretypischen Gitarrenwände, die sich aus dem Material ihrer schwer zu empfehlenden neuen CD ‚Stargazer‘ (2015) und des nicht minder exzellenten Tonträger-Debüts ‚Lights & Colors‘ (2012) speisten.
Wer Bands wie Mogwai, Explosions In The Sky oder Caspian zu schätzen weiß, sollte Waves unbedingt sein Ohr leihen, die Münchner Band muss internationale Vergleiche nicht scheuen, und damit verbleiben sie neben Majmoon die einzigen in unseren Breitengraden, nachdem sich die ebenfalls hochverehrten Nasmyth noch vor Fertigstellung ihres Debütalbums aufgrund Band-interner Differenzen zum Leidwesen der Anhängerschaft vor Kurzem auflösten.
(*****)

More Waves @ Kulturforum: hier und hier.

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Waves / Homepage

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