King Automatic @ Milla, München, 2016-01-28

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„I’m not a one man band, I’m a free man!!!“
(King Automatic)

Spielt er’s oder spielt er’s nicht, die Frage haben sich einige im Vorfeld gestellt, aber er hat’s dann doch gespielt, der King Automatic, ganz zum Schluss, als letzte Zugabe, das großartig-schmissige Ska-Stück, mit viel Hall, seinen sozusagen Greatest Hit „Here Comes The Terror“ – die Nummer in diesen Zeiten von einem Franzosen vorgetragen, da braucht’s schon einen gewissen Hang zum Abseitig-Schwarzhumorigen…
Zuvor hat der Musikant aus Nancy/Lorraine das locker gefüllte Milla als One-Man-Band 90 Minuten gewohnt beherzt trash-gerockt mit seinen durch Keyboard, allerhand Schlagwerk und Blues-Harp eingespielten Loops, über die er seinen rauhen Sixties-Garagenpunk-Gitarrensound legte und hyperaktiv parallel hierzu die Drums mit den Fußpedalen beackerte sowie das Hi-Hat-Becken – quasi das Markenzeichen des King – lässigst mittels Gitarrenkopf anschlug.
Der zu erwartende Trash-Rock ’n‘ Roll/-Blues, der Surfsound, das auf das Wesentliche reduzierte Rocksteady-/Ska-/Reggae-Gemenge und „Das Model“, der ‚Folk-Song aus Düsseldorf‘, wurden durch das Material der aktuellen Scheibe ‚Lorraine Exotica‘ (2015, Voodoo Rhythm) mit „La Vampira del Raval“ in Richtung Latin-Groove und „Bathroom Furnishings“-Anti-Ikea-Protest bereichert, electronic cigarettes findet Le King auch deppert, wo wir gerade bei der Verweigerungs-Haltung sind, dafür hat ihm der Bushmills umso mehr zugesagt am vergangenen Donnerstag-Abend im Milla-Keller, der Stimmung hat’s weiß Gott nicht geschadet.
Der andere King is gone but not forgotten, aber der hier, der ist quicklebendig und haut uns seine Spielart des Ein-Mann-Kapellen-Trash um die Ohren, das es nach wie vor eine wahre Freude ist. Großer One-Man-Band-Sport, wieder mal, und auch beim nächsten Mal gerne wieder…
(**** ½ – *****)

King Automatic / Homepage

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7 Kommentare

      1. Nönö, passt schon 😉 Muss ja nicht jedem das Gleiche gefallen. Ach ja, die Ska-Menschen, mit denen stoße ich öfter mal auf wenig Gegenliebe.
        Kleine Anekdote am Rande: Hab mal vor Urzeiten bei einem Festival kassiert, da spielte auch eine Münchner Ska-Band, kam ein Gast, der meinte: „Hat die Ska-Band schon gespielt?“ Ich: „Nö“ Er: „Scheiße!!“
        Aber der King macht bei weitem nicht nur Ska…

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