Reingehört (140)

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Buzz Rodeo – Sports (2016, Fidel Bastro / Broken Silence)
Aus deutschen Landen frisch auf den Tisch: Die Herren Helge, Ralf und Gernot aus Stuttgart, die den Sound ihres Trios selbst als Art-Punk bezeichnen, scheppern und fräsen weit mehr als nur ordentlich durch ihren ersten Longplayer, schneidende Gitarren, rumpelnde Drums und ein immer wieder an die Grenzen der Verzweiflung stoßender Gesang zeugen von tief empfundener Intensität und literweise Herzblut für die eigene Kunst.
Wem die geschliffene Härte der Frühe-90er-Jahre-Ergüsse der New Yorker Noise-Combo Cop Shoot Cop, der Post-Hardcore der Texaner The Jesus Lizard um den unbeschreiblichen David Yow aus der selben Ära, die Werke vom großen Albini oder das Frühwerk von Sonic Youth zusagen, die- oder derjenige sollte ohne großes Zaudern beide Ohren aufmerksam in die Sturmflut von Buzz Rodeo halten, maximum satisfaction guaranteed.
Exemplarisch sei der in Ton gegossene Euphemismus „Pop“ genannt, das Stück ist weit von jeglichem Pop-Ansatz entfernt, umso mehr großartiger Noise-Rock auf der Höhe der Zeit und von internationalem Format, wie dieses gesamte, aus einem Guss geformte, Freude bereitende Prachtstück ‚Sports‘.
Die Band tourt derzeit durch Frankreich und von Stuttgart nach München wär’s auch nicht so weit, gibt ja diesen dämlichen Autobahn-Witz von „Was-erlaube“-Struuuuuunz, langer Rede kurzer Sinn: über eine konzertante Beschallung wäre auch hier die Freude groß.
(**** ½ – *****)

Buzz Rodeo / Bandcamp

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