Reingehört (149)

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Die Wilde Jagd – Die Wilde Jagd (2015, Bureau B)
Das Duo Ralf Beck und Sebastian Lee Philipp aus Düsseldorf geht mit Unterstützung von Mouse-On-Mars- und Kreidler-Jagdtreibern auf die Hatz nach dem ultimativen Klang in den Krautrock-, Synthiepop- und Elektronik-Gefilden, quantitativ bewegt sich das zwischen rhythmischen, 80er-Wave-Disco-artigen Kraftwerk-Reminiszenzen, in einigen Passagen etwas zu simpel gestricktem, melodischem Elektropop, tollen, sehr ansprechenden trance-artigen Kraut-/Ambient-Klanggebilden und der dunklen Dichtkunst der deutschen Romantik, die in den wenigen Text-unterfütterten Stücken die griechische Mythologie, das Heimatlied sowie Räuber & Prinz der musikalischen Düsseldorfer Verwandtschaft von der Deutsch-Amerikanischen Freundschaft zitieren.
Gezielt eingesetzte Bass-Synthesizer-Linien, wiederkehrende Gitarren-Loops, mittelalterliche Flöten, der Schrei des Kuckucks out of the black forest und der Klang des Moog-Synthies bieten größtenteils spannende Kost in Sachen Neue Deutsche Jagd-/Marschmusik und Heimatpflege im Geiste der jahrzehntelangen rheinischen Kraut-/Experimental-Tradition.
(****)

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4 Kommentare

  1. Volles Kontrastprogramm zu Deiner Musik gestern. Muss sagen, da liegen mir die schrammelnden Damen mehr. Diese Krautrock/Wave-Geschichte (v.a. mit diesem teutonischen Jagdanklängen) mit ihrer massenhypnotischen Wirkung hat mich immer schon etwas skeptisch gemacht … aber der Kaffee wackelt hier mit.

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