Reingehört (168)

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A Dead Forest Index – In All That Drifts From Summit Down (2016, Sargent House)
Erstes Volle-Länge-Werk der Brüder Adam und Sam Sherry aus Auckland/Neuseeland, die EPs ‚Antique‘ (Denovali) und ‚Cast Of Lines‘ (Pop Noire Records) gab’s bereits vor 4 bzw. 2 Jahren. Sind derzeit mit Chelsea Wolfe in den Staaten auf Tour, ein absolut stimmiges Konzert-Paket, die Brüder wissen auf ihrem aktuellen Werk zu überzeugen mit einem dunkel-einnehmenden Mix aus simplem Folk-Geschrammel, Slowcore, finsteren Gitarren-Drones, schwermütigem Indie-Rock und getragen-melancholischem, mitunter beschwörendem Gesang. Das schwarz-schimmernde Gesamtgebilde mit einem gefühlten, feinen Dunstschleier überzogen ergibt eine betörende Songsammlung, die wieder einmal träumen lässt von den seeligen Hochzeiten des Postpunk und Achtziger-UK-Geschepper, bevor diese Variante des Indie-Gitarren-Pop zum unsäglichen Britpop-Mainstream mutierte.
Man mag das monochrom, auf Dauer eintönig, zu sehr schwarz-weiß nennen, es bleibt wohl auch die Frage im Raum stehen, ob dieses Konzept für eine längere Band-Karriere tragfähig bleibt, egal: in dem Fall gilt es, den Moment zu genießen, für Band und Hörerschaft gleichermaßen.
(****)

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