Reingehört (182): Hugo Race Fatalists

2016-07 (01) reingehört DSC06146

Hugo Race Fatalists – 24 Hours To Nowhere (2016, Glitterhouse)
Musik für die blauen Stunden: Der nicht nur für seinen Fleiß geschätzte Düster-Australier Hugo Race ist zusammen mit den Fatalists, hinter denen sich die italienischen Akustik-Instrumentalisten von Sacri Cuori verbergen, eine weitere gedeihliche Kollaboration eingegangen. Die zehn zum Teil sehr reduzierten Werke, in denen die Steelgitarre und die dunkle Stimme des Mannes aus Melbourne dominieren, entfalten in ihrem gedämpft-entspannten, artifiziellen Indie-Bar-Blues inklusive partiell aufhellender, schöner Akustik-Folk-Beimischungen einen betörenden Sog, die überwiegend dunkel schimmernden Balladen erhalten durch die entsprechend gewichtigen Themen wie Liebe, Tod und dunkle Geheimnisse die dazu passende inhaltliche Schwere.
Zusammen mit Angie Hart, Sängerin der australischen Band Frente, gibt Race im Titeltrack in einem wunderschönen, gedämpft funkelnden Duett die Cave/Minogue-Nummer (wahlweise OP8-Gelb/Germano), ein Album-Highlight bereits zur Eröffnung des Song-Reigens.
„Ballad Of Easy Rider“ zum Ausklang der Sammlung ist die Coverversion des Byrds-Klassikers vom gleichnamigen Album der legendären Kalifornier aus dem Jahr 1969.
Neben dem Bad-Seeds-Chef Nick Cave und dem Engländer Barry Adamson bleibt Hugo Race die erste Adresse für Bedeutungs-schwangere, schwergewichtige, sinister-melancholische Moritaten. Darauf nehmen wir noch einen am mitternächtlichen Tresen…
(**** ½)

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