Reingehört (185): Fenton

fenton

Fenton – Mythic Failures (2016, 12K)
Fenton ist ein Seitenprojekt des kalifornischen Sound-Pioniers Dan Abrams. Wo er mit seiner hauptamtlich betriebenen Shuttle358-Inkarnation im Bereich experimenteller Klänge wesentlich elektronischer mit verstärktem Einsatz von Samples und Loops zugange ist, entwirft er bei Fenton ein organischeres Soundgemälde mithilfe von repetitiven, minimalistischen Gitarren-Improvisationen und gekonnt beigemischten Field Recordings/Alltagsgeräuschen.
Die sphärischen, entspannten Meditationen sind perfekter Stoff zum Gang-runterschalten und Gedanken sammeln, inhaltlich setzt sich Abrams selbst im wortlosen Klangraum mit Themen wie Kapitulation, Dissonanzen, Mysterien und Unzulänglichkeiten des Daseins auseinander.
Die Gitarre erscheint durch dezente elektronische Manipulationen in einem neuen Licht, American Primitive Guitar goes Electronic, quasi. Filigrane Kompositionen treffen auf reine Mechanik, in einem einzigen, fortwährenden, dynamischen Fluss.
Schöne Töne statt viele Worte, eine erholsame Klang-Insel inmitten des täglichen verbalen Dauerbombardements.
Auf den Weg gebracht vom New Yorker Experimental-Label 12K, seit zehn Jahren Experten-Plattform für digitalen Minimalismus und elektronische Soundlandschaften.
(****)

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