Reingehört (186): The Julie Ruin

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The Julie Ruin – Hit Reset (2016, Hardly Art)
Schmissige Sommerplatte. Riot-Grrrl-Punk-Trash mit viel Pop-Appeal und ab und an ein wenig zu viel Schielen nach den fetten Geldtöpfen des Mainstream, aber grundsätzlich ein spaßiges Feuerwerk, was Kathleen Hanna hier mit ihrer seit 2010 aktiven Brooklyn-Combo The Julie Ruin abbrennt. Das zweite Album nach „Run Fast“ aus dem Jahr 2013, „gelernt ist gelernt“ darf man getrost unterstellen bei der ex-Bikini-Kill-/Le-Tigre-Frontfrau, Feminismus-Aktivistin und Punk-Journalistin Hanna, in den besten Momenten erinnert die Scheibe mittels griffiger Gitarren-Akkorde und treibender Elektro-Trash-Rhythmen an unbeschwerten, energiegeladenen Girlie-Punk vergangener Dekaden (remember Shonen Knife!), die Slits dürfen in den musikalisch interessanteren Momenten auch mal Pate stehen, der unschuldige Mädels-Gesang täuscht schwer darüber hinweg, dass Frau Hanna inzwischen stramm auf die Fünfzig zugeht, was selbstredend null stört im Gegensatz zu einigen abgedroschenen, allzu gefälligen Passagen, spätestens mit der abschließenden, Album-untypischen, höchst charmanten LoFi-Ballade „Calverton“ wird aber alles wieder gut.
(*** ½ – ****)

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