Reingehört (198): Descendents

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Descendents – Hypercaffium Spazzinate (2016, Epitaph)
Die US-Westküsten-Punkrock-Institution Descendents ist seit 1977 mit Ausnahme von einigen zum Teil längeren Auszeiten auf Sendung, von der Urbesetzung ist Trommler Bill Stevenson nach wie vor an Bord und die restliche Mannschaft auch bereits seit den Achtzigern mit von der Partie, das aktuelle Album ist das erst siebte Studio-Werk in der fast vierzigjährigen Band-Geschichte und das erste aktuelle Material seit zwölf Jahren, der Veröffentlichungs-Weltmeister-Titel liegt in weiter Ferne für das Quartett aus Manhattan Beach/California.
Die sechzehn in einer halben Stunde runtergeschrubbten Melodie-Hardcore-Nummern, die selten die Drei-Minuten-Marke reißen, bieten die gewohnte Descendents-Kost, ohne große Überraschungen, die Combo klingt wie vor zehn, zwanzig oder dreißig Jahren oder wahlweise im Wesentlichen genauso wie die Kollegen von Bad Religion, die sich ihrerseits seit gefühlten hundert Jahren im Klangbild kaum verändert haben.
Das ist das Schöne an diesen alten Punkrock-Haudegen: Man kriegt in der Regel immer genau die musikalische Kost vorgesetzt, die man sich in dem Fall erwartet. Selbst hinsichtlich Plattenhüllen-Gestaltung bleibt bei den Descendents alles beim Alten.
Lediglich die Song-Themen zeugen von einem fortgeschrittenen Reifegrad: Beziehungsstress durchstehen, Krankheiten auskurieren und die Notwendigkeit zum Diät halten und zur gesunden Ernährung („No Fat Burger“), wir werden ja alle nicht jünger.
„Punk isn’t dead, it just goes to bed at a more reasonable hour“, eh klar…
(****)

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