Reingehört (212): Rhyton

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Rhyton – Navigating By Starlight (2016, Mie)
Zwei ellenlange, instrumentale Space-Rock-Übungen des Experimental-Trios aus Brooklyn. Die Herren Shuford, SeiTang und Smith ergehen sich in frei fließenden Gitarren-Psychedelic-Improvisationen, die jedem Grateful-Dead-Fan in Reminiszenz an das ausgedehnte, von Deadheads schwerst verehrte „Dark Star“-Jam-/Impro-Soundexperiment das Herz aufgehen lassen.
Im zweiten Stück des Tonträgers, dem 22-Minuten-Epos „Skylla & Charybdis“, lebt die Band erneut ihr Faible für die griechische Mythologie aus, die bereits auf der exzellenten Scheibe „Kykeon“ (2014, Thrill Jockey) ausgiebigst zum Tragen kam, im aktuellen Fall aber deutlich losgelöster von jeglichen gängigen Strukturen der Komposition und des Vortrags. Selten sind sie in konservierter Form der bezwingenden hypnotischen Präsenz ihres Live-Improvisations-Rausches näher gekommen.
Wer je erlebt hat, welch verbalen Ergüsse eines bis unter die Halskrause dichten Dave Shuford zu überstehen sind, ehe man durch käuflichen Erwerb in den Besitz eines Rhyton-Tapes am Merchandising-Tisch der Band nach einem Konzert kommt, darf sich glücklich schätzen, hier einfach per Mausklick in den Genuss der ausufernden Space-/Psychedelic-Preziosen zu kommen.
„Turn on, tune in, drop out“, wie der Leary seinerzeit so schön zum Besten gab.
(*****)

Rhyton live @ nyctaper.

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