Reingehört (220): Adam Torres

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Adam Torres – Pearls To Swine (2016, Fat Possum Records)
Diese Aufnahmen müssen was taugen, denn der Hörgenuss ist kein Geringer trotz der dargebotenen Sangeskunst, die gewöhnungsbedürftig, wenn nicht gar grenzwertig anmutet. Adam Torres aus der Breaking-Bad-Stadt Albuquerque/New Mexico veröffentlichte dieser Tage auf dem ehrwürdigen Fat-Possum-Label sein zweites Vollwerk, seine permanent ins pathetische Falsett abdriftende Stimme mag vordergründig mitunter gehörig auf den Zeiger gehen, irgendwann ist’s einerlei, zu wunderschön, getragen, melancholisch ist seine von einer tiefgründigen Atmosphäre getragene Folk-Musik mit Genre-typischen Inhalten wie dem „High Lonesome“-Roadmovie oder der Folker-Naturverbundenheit in „Mountain River“ plus einem deutlichen Hang zur Mystik, musikalisch gar gespenstisch-traumwandlerisch umgesetzt in dunkel-funkelnden Kleinoden, die eine perfekte Beschallung für den mit Macht herannahenden Herbst liefern.
Begleitet wird Torres auf diesem Werk unter anderem von der texanischen Songwriterin Aisha Burns mit ihrem Violinenspiel und Swans-Perkussions-Berseker Thor Harris, der bereits auf Alben von geschätzten Künstlern wie Lisa Germano, Bill Callahan und den Angels Of Light unter Beweis stellte, dass er auch die leisen Töne beherrscht.
Misra Records haben im Vorjahr das erstmals 2006 erschienene Debüt „Nostra Nova“ von Adam Torres wiederveröffentlicht, sollte man dann wohl auch mal reinlunzen…
(**** ½ – *****)

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