Reingehört (222): Weasel Walter Large Ensemble

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„Igneity was composed in response to Henry Kaiser asking me if I would assemble a big band, rather than a small group, for us to play a concert with in New York. I had previously included him in the large ensembles I had led when I lived in Oakland, California. However, I had not yet tackled the format in New York City. There is certainly no shortage of excellent players around here, but unlike the Bay Area, logistics tend to be somewhat more complicated, especially when it comes to rehearsal. As such, I set about devising an hour long structure which would allow me to control the general momentum and the various densities inherent in the orchestration while granting the individuals maximum freedom.”
(Weasel Walter)

Weasel Walter Large Ensemble – Igneity: After The Fall Of Civilization (2016, ugEXPLODE)
Ab Anfang der Neunziger hatten die Flying Luttenbachers ihren festen Platz im Experimental-/Outsider-Kosmos, Bandgründer/Drummer Weasel Walter und sein personell permanent umstrukturiertes Musiker-Kollektiv haben der Hörerschaft mit ihrer abstrakten Fusion aus Noise Rock, Free-/Punk-Jazz, Metal, Experimental-Avantgarde, No-Wave und asiatischer Volksmusik einiges an Konzentration und Nerven abverlangt, nicht anders verhält es sich auf dem aktuellsten Output des rührigen Freak-Komponisten.
Zusammen mit einer ganzen Ladung an Bläsern und Gitarristen zelebriert Walter eine einstündige, anarchistische Free-Jazz-/Gitarrenlärm-Big-Band-Messe, Henry Kaiser ist auch mit von der Partie, der Meister der freien Improvisationsgitarre, den man auch von filigraneren Arbeiten mit unter anderem Slide-Gitarren-Gott David Lindley, dem Quartettprojekt French Frith Kaiser Thompson oder seinen Grateful-Dead-/Dark-Star-Interpretationen kennt, hier vermag auch eine Koryphäe wie er der infernalischen, wuchtig-dichten Kakophonie keine Struktur zu verpassen, zusammen mit dem Noise-Rock-Experten Alan Licht spielt er schwere, Blues-lastige, Pedal-verzerrte Gitarrenimprovisationen parallel zu den entfesselten Bläsersätzen.
Live mitgeschnitten in Brooklyn im April 2015. „New York Eye And Ear Control“ von Albert Ayler mit anderen Mitteln. Love it or leave it – uneingeschränkt gilt auch hier, was Freund Fredl zur Musik der Flying Luttenbachers anmerkte: „Eigentlich kannst es nicht anhören…“ ;-)))
(****)

Weasel Walter, Henry Kaiser &  Ed Rodriguez live @ archive.org

The Flying Luttenbachers live @ archive.org

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