Reingehört (237): Æthenor

KULTURFORUM MÜNCHEN Frühling 2 gerhardemmerkunst.worpress.com

Æthenor – Hazel (2016, VHF)
Gemeinschaftsproduktion des Sunn-O)))-Gitarren-Droners Stephen O’Malley mit Daniel O’Sullivan und Kristoffer Rygg vom norwegischen Experimental-Kollektiv Ulver und dem englischen Improvisationsdrummer Steve Noble, der in seiner langen Musiker-Laufbahn mit Größen wie Rip Rig + Panic, Derek Bailey und Peter Brötzmann zusammenarbeitete.
Das Quartett verbreitet in fünf zum Teil ausgedehnten, abstrakten Ambient-Klangimprovisationen eine latent verstörende Grundstimmung, die experimentellen Cosmic-Drones beschwören in ihrem rauschhaften Flow Bilder vom kambodschanischen Kurtz-Lager aus „Apocalypse Now“ oder ähnlich befremdlichem Kram herauf.
Vier Experten des Genres auf der Höhe ihres Schaffens, jeweilige Zurückhaltung statt Dominanz bringen Ansätze der Experimentalmusik zusammen, die auf den ersten Blick nicht zwingend eine gedeihliche Zusammenarbeit vermuten lassen. Schichten von atmosphärischen Soundmalereien, angedeutete popularmusikalische Strukturen und wenig greifbare, geisterhafte Tongebilde fügen sich zu einer anregenden Reise auf kaum ausgetretenen Pfaden, die Konzentration beim Durchwandern der Klanglandschaften einfordern. Zusammengehalten und moderiert vom Schlagzeugspiel Steve Nobles, der zwischen sparsamen Andeutungen und Krautrock-/Can-/Jaki-Liebezeit-artigem Puls zu variieren weiß.
Live komponiert und eingespielt während diverser Auftritte in Österreich und Italien im Dezember 2010.
(**** ½ – *****)

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