The Bones Of J.R. Jones @ Mark Icediggers Home, Out Of Rosenheim, 2017-01-13

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Jonathon Linaberry aus Brooklyn/New York schickte sich an, das alte Europa erstmals konzertant mit seinem One-Man-Band-Projekt The Bones Of J.R. Jones zu bereisen, ohne in Ober-, Unter- oder sonstigem Bayern Station zu machen, ein Umstand, den die Rosenheimer Konzertveranstalter Andreas Neck und Mark Icedigger nicht gut heißen konnten. Bones-Fan Neck setzte beim Booker des Künstlers alle Hebel in Bewegung, um Agentur und Musiker trotz anfänglicher Skepsis von der Veranstaltung eines Hauskonzerts zu überzeugen, zumal die traditionell genutzte Rosenheimer Asta-Kneipe zwecks anderweitiger Belegung als Austragungsort nicht zur Verfügung stand, Mark Icedigger stellte trotz Bedenken der Nachbarschaft das heimische Wohnzimmer und die Gardinen der Oma als Bühnendeko zur Verfügung und lud die Julia, die Mo, den Chicken, den k.ill, den Hamperer vom Kulturforum und einen ganzen Schwung weiterer netter Leute zum Beiwohnen des rundum gelungenen Konzertabends in die heimischen vier Wände. Ein wunderbares Beispiel, was trotz widrig-schwieriger Startbedingungen alles geht, wenn sich der entsprechende Enthusiasmus für die Sache Bahn bricht.
Musiker Linaberry trug erwartungsgemäß das Seine zum Gelingen dieses winterlich-eingeschneiten Freitagabends bei, nach kollektiver Einnahme der gereichten Snacks inklusive Verköstigung der restlichen Dachs-Bräu Raut-Oak Special Edition nahm der junge Mann hinter der Basstrommel Platz und beglückte das kundige Publikum für die nächsten gut eineinhalb Stunden auf das Angenehmste. Bereits im vergangenen April war an dieser Stelle nur Löbliches vom Album „Spirit’s Furnace“ (2016, Tone Tree Music) zu vermelden, konzertant packte The Bones Of J.R. Jones noch eine Ladung zusätzlich an Intensität, Emotion und Spielfreude in den Vortrag seiner tiefgehenden, nachdenklichen, oft auch latent düsteren Songtexte, ein König der beseelten Ballade, ein Meister der Slide-Resonator-Gitarre, versiert im Banjo-Bluegrass, letzteres sehr zur Freude von Veranstalter Andreas Neck, auf dessen Instrument der hochsympathische Musikant sein favorisiertes Stück „Bless Your Soul“ zum Vortrag brachte.
Lange hat es nicht mehr so viel Vergnügen bereitet, einen kundigen Wanderer zwischen ergreifender Folk-Balladenkunst, schweren Underground-/Muddy-Roots-Blues-Tunes und gewichtigen Alternative-Country-Moritaten auf seiner Reise zu begleiten, der Mann aus Brooklyn bewies neben dem Vortrag seiner eigenen Werke auch bei der Auswahl des vorgetragenen Fremdmaterials aus der Feder von Delta-Blues-Fingerpicking-Legende Skip James und von Blues-/Garagen-Trash-/Jon-Spencer-Spezi R.L. Burnside Stilsicherheit und eine geschickte Hand.
Die Garderobe lagerte in der Zwischenzeit auf der im Icedigger-House untergestellten Orgel von Blues-Drone-Preacher James Leg, jener wird uns dann ab März zu verschiedenen Gelegenheit den Weg heimleuchten, aber das ist dann eine andere Geschichte…
Very special thanks an Andreas, Mark, Andrea, k.ill.
(***** – ***** ½)

The Bones Of J.R. Jones spielt heute in Dresden im Ostpol, weitere Termine der Tour:

18.01.Hamburg – Astra Stube Musikkultur e.V.
19.01.Dortmund – Hafenschänke Subrosa
20.01.Köln – Die Wohngemeinschaft

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