Joshua Rashaad McFadden: After Selma @ Amerikahaus

Fotos © by Joshua Rashaad McFadden / Mit freundlicher Genehmigung des Amerikahauses

We have marched from Selma, but fifty years later, where are we now?

Die Selma-nach-Montgomery-Märsche in Alabama im Jahr 1965 waren der Höhepunkt der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, die sich für die Gleichberechtigung der Afroamerikaner einsetzte. Einen Erfolg konnte die Protestbewegung verbuchen, als Präsident Johnson im Beisein von Martin Luther King und zahlreichen anderen Aktivisten am 6. August 1965 den Voting Rights Act im Washingtoner Kapitol unterzeichnete, wenige Monate nach Verabschiedung des Civil Rights Act zur Aufhebung der Rassentrennung in den USA im Jahr 1964.

Die preisgekrönte Ausstellung „After Selma“ zeigt im Amerikahaus München eindringliche Portrait-Fotos und Straßen-Aufnahmen von Joshua Rashaad McFadden mit aktuellen Szenen der Black-Lives-Matter-Bewegung, die denen von 1965 ähneln: Proteste gegen Rassismus und Gewalt gegen Schwarze – knapp 50 Jahre nach Selma, in jüngster Zeit ausgelöst durch Tötungen von schwarzen jungen Männern im Rahmen von Polizeikontrollen in Großstädten der USA und rassistisch motivierten Überfällen auf afroamerikanische Kirchengemeinden.
McFadden ist Fotograf und Aktivist. Er stellt mit seinen Bildern Fragen: When will African Americans truly be free in „The Land of the Free“? Er glaubt daran, dass Fotografien nicht nur soziales Unrecht dokumentieren, sondern auch die Art und Weise, wie Menschen über dieses denken, beeinflussen können. Darum hat er sich bei „After Selma“ bewusst für Schwarz-Weiß-Fotografien entschieden, um die gegenwärtige Black-Lives-Matter-Bewegung mit der Bürgerrechtsbewegung der Sechziger Jahre visuell zu verknüpfen. Tatsächlich ist oft nur an der Kleidung der fotografierten Personen zu erkennen, dass es sich nicht um eine historische Aufnahme handelt.

Joshua Rashaad McFadden wurde 2015 als eines der vielversprechendsten Fotografietalente von LensCulture ausgezeichnet. Im selben Jahr hat „After Selma“ den 1. Platz der International Photography Awards (IPA) in der Kategorie „Event – Social Cause“ belegt.

Passend zur Thematik der aktuellen Amerikahaus-Ausstellung wird Blogger-Freund Stefan Haase vom Hamburger Freiraum-Blog im Rahmen der gemeinsamen Black-Music-Serie „Soul Family Tree“ zukünftig in loser Folge Songs der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung vorstellen.

After Selma – Photography by Joshua Rashaad McFadden

Amerikahaus München, Barer Straße 19a
Bis 12. Mai 2017
Öffnungszeiten:
Montag – Freitag 10 – 17 Uhr
Mittwoch 10 – 20 Uhr
Eintritt Frei

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