Soul Family Tree (13): Thundercat, Bobby Womack, Notorious B.I.G., Dave Valentin, Jodi Sledge, James Brown, Canonball Adderley, Sam Cooke

Black Friday, my dudes, in das Wochenende gegroovt mit einem weiteren Black-Music-Beitrag vom Hamburger Soulbrother und Freiraum-Blogger Stefan Haase, keep yourself entertained:

Zum Wochenende gibt es neue Musik von Thundercat, Erinnerungen an Bobby Womack und Notorious B.I.G, Kerzen für Dave Valentin und Jodi Sledge, und den zweiten Teil der Hymnen der Bürgerrechtsbewegung mit James Brown, Cannonball Adderley und Sam Cooke. Let´s go!

Starten wir mit neuer Musik von Stephan Bruner aka Thundercat von seinem dritten Album „Drunk“. Musik liegt bei Thundercat in der Familie. Sein Vater war Schlagzeuger, u.a. bei den Temptations und Diana Ross. Er selbst fungiert als Bassist, Keyboarder und als Produzent. Nach Zusammenarbeiten mit Flying Lotus spielte er zusammen mit Kendrick Lamar, Kamasi Washington, Erykah Badu und anderen. Für sein neues Album holte er sich wieder namhafte Gäste. Hier die erste Auskopplung „Show You The Way“ mit Michael McDonald und Kenny Loggins als Gastsänger (ehemals Doobie Brothers).

Im März hätte Bobby Womack Geburtstag gehabt. Vor knapp 3 Jahren ist er gestorben. Er war, ist und bleibt eine Ikone der Soul-Musik und einer meiner Lieblingssänger. Fünf Jahrzehnte lang machte er Musik. Bereits gesundheitlich angeschlagen, nahm er 2012 zusammen mit Damon Albarn (Blur, Gorillaz) ein letztes Album auf. Keine Frage, er ist „The Bravest Man In The Universe“.

20 Jahre ist es her. Der Rapper Christopher George Latore Wallace aka Notorious B.I.G. wurde im März 1997 erschossen. Er war bereits damals der kommerziell erfolgreichste Rapper weltweit und auch alle Veröffentlichungen nach seinem Tode blieben erfolgreich. Entdeckt wurde er von Puff Daddy. Bereits sein Debut „Ready To Die“ erreichte mehrfach Platinstatus in den USA. Es war auch die Zeit in den 1990er Jahren, in denen es offene Konflikte zwischen Musikern der West- mit der Ostküste gab. Hier kommt „Biggy“ mit seinem Hit „Juicy“. Das Hauptsample stammt von Mtume´s „Juicy Fruit“.

Vor wenigen Wochen starb der Latin-Jazzflötist Dave Valentin. Er war übrigens der erste Künstler, den Dave Gruisin und Larry Rosen zum neu gegründeten GRP Plattenlabel holten. Dort nahm er seit 1979 immer wieder Alben auf. Sein Einfluss auf den Latin-Jazz insgesamt bleibt sein großes Vermächtnis wie auch sein unverkennbares Flötenspiel. Als Erinnerung an einen großen Künstler kommt nun „Clove & Cinnamon“.

Hymnen der Bürgerrechtsbewegung – Teil 2

“I was born by the river
in a little tent
and just like the river
I’ve been running ever since…”

Sam Cookes „A Change Is Gonna Come“ war und ist bis heute ein Meilenstein in der Musik. Er wurde nicht als Protestsong von Cooke geschrieben und wurde später doch eine der Hymnen der Bürgerrechtsbewegung, er bewegt bis heute. Cooke, der bereits 1964 unter tragischen Umständen starb, hielt den Song lange zurück, wegen der oben genannten Anfangszeilen, die er als zu persönlich empfand. Dennoch nahm er mit Streichern in den RCA Studios diesen Song auf, der als B-Seite zur Single „Shake“, nach seinem Tode, im Dezember 1964 veröffentlicht wurde. Ein Lied, das Generationen überdauerte und heute noch aktuell und inspirierend ist.

Während im traditionellen Gospel die Erlösung meist am jüngsten Tag geschehen wird, so war sich Cooke sicher, dass die Veränderung kurz bevor besteht:

“It’s been a long time coming
But I know a change is gonna come”.

„I don’t want nobody
To give me nothing
Open up the door...“

Denkt man an James Brown und an Hymnen der Bürgerrechtsbewegung, fällt einem spontan „Say It Loud. I Am Black And Proud“ ein. Doch ich habe mich für einen anderes Lied entschieden: „I Don’t Want Nobody To Give Me Nothing“, vom 1970er Album„Sex Machine“. Selten war James Brown politischer und radikaler in seinen Aussagen. Einer seiner besten Songs und für die Black Community die alternative Nationalhymne.

„Just Walk Tall“

„Soul Power“ wurde in den 1960Jahren zum Zeichen für ein neues Selbstbewusstsein in den Black Communities. Der feste Glaube an Veränderung und an den Fortschritt . Einer der wichtigsten Bands dieser Zeit war die des Saxofonisten Cannonball Adderley.

Im Oktober 1969 trat die Band in einer Kirche in Chicago auf. Reverend Jesse Jackson, der spätere amerikanische Präsidentschaftskandidat, hatte im Rahmen der „Operation Breadbasket“ zu einem Wohltätigkeitsgottesdienst mit anschließenden Konzert eingeladen. Was dann passierte, ist auf dem Album „Country Preacher. Live at Operation Breadbasket“ dokumentiert. Die „Operation Breadbasket“ wurde übrigens von Martin Luther King ins Leben gerufen, um jungen Talenten ein Stipendium zu besorgen. Reverend Jackson nutze den Moment und sprach zu Beginn eine Einführung. Dann beginnt der „Walk Tall“. Später nahm Adderley diesen Song noch im Studio auf, zusammen als Doppeltitel mit „Mercy, Mercy,Mercy“.

Beim nächsten Mal gibt es den 3. Teil mit weiteren Hymnen der Bürgerrechtsbewegung. Bis bald.

„We’re lost in music
Caught in a trap
No turnin‘ back
We’re lost in music…“

Vor wenigen Tagen ist Jodi Sledge, eine der vier Sister-Sledge-Schwestern, gestorben. Sister Sledge haben das beste Chic-Album aller Zeiten aufgenommen. Bernhard Edwars und Nile Rodgers von Chic kreierten in den 1970er Jahren einen völlig neuen Musikstil, eine Melange aus Soul, Funk und Disco-Musik, und schrieben für Sister Sledge deren Welthits. We´re lost in music. Rest in peace.

Peace and Soul.

Stefan aka Freiraum

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