Reingehört (295): Miwon

Miwon – Jigsawtooth (2017, n5MD)

Irgendwo outer Space, zwischen Nightclubbing und Captain Kirk: Der Berliner Klangkünstler Hendrik Kröz beeindruckt auf seiner dritten Arbeit unter dem Projekt-Namen Miwon mit einer gelungenen Mixtur aus Techno-artigen Elektronik-Beats, sphärischen, organischen Drones und melodischen Samples, die ihre Sogwirkung nicht verfehlen und die Hörerschaft in Trance-artiges, geistiges Wegtreten versetzen.
Zwischen Science-Fiction-Cosmic-Flow und Club-Grooves bewegt sich dieser Sound, trotz aller Abstraktion wohnt ihm nichts Kaltes inne, der Hörer fühlt sich vom Start weg wohl auf dieser einnehmenden, ins Rausch-hafte driftenden Klangreise. Die eleganten Tunes bedienen sich melodischer, warm fließender Electronica, feiner Pop-Ambient und an den Krautrock angelehnte Synthie-Klangteppiche definieren eine ureigene musikalische Sprache, die einen individuellen Pop-musikalischen Charme entwickelt, positiv nach vorne blickend, ohne unnötigen Ballast, in minimalistischer Manier die Schönheit der tonalen Struktur offenlegend. Man könnte im Übrigen auch darauf tanzen…
Hendrik Kröz ist Teil des Elektronik-Performance-Duos Cushion Caroms und Gründungsmitglied des Berliner Feedbackorchesters, eines Zusammenschlusses von acht Gitarristen, die sich ausschließlich der Arbeit mit E-Gitarren-Rückkopplungen widmen.
„Jigswatooth“ erscheint am 14. April.
(**** ½ – *****)

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