Soul Family Tree (19): Nina Simone, Don Bryant, Jack Hammer, Isaac Hayes

Freitag-Abend, Zeit für einen weiteren Gastbeitrag vom Hamburger Freiraum-Blogger Stefan Haase in der Reihe Soul Family Tree, groovt Euch entspannt ins Wochenende:

In dieser Woche interpretiert Nina Simone einen Song von Prince. Dann gibt es neue Musik von Don Bryant, den man vielleicht vom Namen nicht kennt, bei dem es sich sehr lohnt dran zu bleiben. Mit Jack Hammer greife ich tief ins Archiv und präsentiere Twist trifft auf Beat und als letzten Gruß aus der Soul Kitchen gibt es Isaac Hayes. Here we go Soulsisters and Brothers.

Ein Nachtrag zum Prince-Tribut. Ich fand beiläufig eine besondere Coverversion eines Liedes von Prince, gesungen von der großen Nina Simone. Aufgenommen wurde diese Version von „Sign Of The Times“ auf ihrem letzten Studioalbum „A Single Woman“. Auf dem regulären Album wird man ihn jedoch nicht finden. Erst später wurde er, zusammen mit den anderen Outtakes, veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine besondere Interpretation, die sich von vielen anderen Coversongs positiv abhebt. Warum Nina Simone diesen Song aufnahm und die Geschichte dahinter bleibt verborgen. Auch ohne Erklärung ist dieser Coversong zeitlos und wunderbar dazu. Hier kommt Nina Simone mit „Sign Of The Times“.

Mit Jack Hammer, sein bürgerlicher Name war Earl Solomon Burroughs (1925-2016), wenden wir uns „Hammer + Beat = Twist“ zu. Er hatte in den 1960er Jahren vor allem in Europa einzelne Single-Hits. Und er wird als Co-Autor von Jerry Lee Lewis´ „Great Balls Of Fire“ genannt. 1958 sang Nina Simone seinen Song „Plain Gold Ring“ auf ihrem Debütalbum. Dieses Lied wurde dann später u.a. von Nick Cave neu aufgenommen. Ausgewählt habe ich einen raren Song aus seiner Zeit in Europa. Viel Spaß mit Jack Hammer und seinem Song „Swim“.

Mit Don Bryant kommen wir zur aktuellen Musik. Bryant schrieb u.a. den Blockbuster „I Can´t Stand The Rain“ für Ann Peebles und verliebte sich bei den Aufnahmen in sie. Später heirateten die beiden und sie sind bis heute zusammen. Bryant nahm sich über viele Jahre eine Auszeit von der Musik. Im Mai erscheint fast beiläufig sein neues Album. Wenn man diesen Mann im jungen Alter von 73 Jahren singen hört, haut es einen sprichwörtlich um. Was für eine kraftvolle Stimme. Vorab und als Appetizer erschien „How Do I Get There?“ Und als Zugabe gibt es den Blues-Klassiker „A Nickel & A Nail“, im Original von O. V. Wright, und zwar als Live-Version.

Als Rausschmeißer gibt es noch Edel-Soul von Isaac Hayes, aus seinem 1975er Album „Chocolate Ship“. Übrigens war Hayes mit der erste Künstler, der lange Passagen in seinem Interpretationen mit Sprechgesang füllte. Zudem war er bekannt für seine epischen Interpretationen, die gern mal über eine ganze LP-Seite gingen. Bei ihm wurde musikalisch geklotzt und nicht gekleckert. Sein Stern ging bereits in den späten 1960er Jahren auf und mit seinem Alben in den 1970er Jahren schrieb er Musikgeschichte. Ich sage nur „Shaft“. Als seine Plattenfirma Konkurs machte, verlor er die Urheberrechte an seinen eigenen Liedern. Um zu überleben, trat er in etlichen Fernsehserien und Spielfilmen auf. Einigen ist er auch bekannt als die Synchron-Stimme von „Chefkoch“ in der Serie „South Park“. Am 20. August 2008 starb er mit 66 Jahren.

Bis zum nächsten Mal. Und wie immer schließe ich hier in Gedenken an den legendären TV-Moderator vom „Soul Train“, Don Cornelius, mit seinen letzten Worten in der Sendung:

Peace and Soul.

Stefan aka Freiraum

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