Reingehört (314): Black Lips

Black Lips – Satan’s Graffiti Or God’s Art (2017, Vice Music)

„Atlanta-based garage punk hooligans known for rowdy live shows and deceptively soulful, intelligent songwriting“ – Beherztes Garagen-Geschrammel von den Black Lips, in erwarteter Güte poltert sich die Combo aus Georgia durch ihre Spielart des Trash-Rock’n’Roll, versehen mit einer ordentlichen Portion Southern-Gothic-Punk, dreckigem Hinterhof-Blues, schmalzigem LoFi-Balladen-Appeal und dem Geist des Phil-Spector-Sixties-Pop, sporadisch garniert mit heftigen Noise-Ausbrüchen, schweren Soul-Anleihen und einem in freier Form dumpf trötenden Bariton-Saxophon. Im Vergleich zu früheren Werken mit weitaus weniger Garagen-Schmutz und Ölflecken, abgehobelteren Ecken und Kanten und domestizierter Vehemenz, nichtsdestotrotz reicht die Beschallung nach wie vor für einen wilden und beseelten Ritt durch den Tanzsaal, der daran erinnert, dass Musik ab und an einfach nur Spaß und sonst nicht viel mehr bieten muss.
(**** ½)

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