Soul Family Tree (24): Al Green, Junior Parker, Timmy Thomas, Stetsasonic, Donny Hathaway

Mit Groove und Soul ins Wochenende. Musik zum Vor- oder Nachglühen. Der wöchentliche Gruß aus der Soul Kitchen mit einer neuen Langen Rille, einem Hip-Hop-Klassiker, Timmy Thomas, Junior Parker, Al Green und der Geschichte hinter dem Hit „Take Me To The River“ – Der Black-Friday-Weekender von Stefan Haase, here we go:

I was trying to get more stability in my life. I wrote:
Take me to the river
Wash me down
Cleanse my soul.
(Al Green)

1971 erschien der Song „River´s Invitation“ von Junior Parker, den später Al Green zum Anlass nahm, seinen großen Hit „Take Me To The River“ zu schreiben. Anfangs erwähnt Green Junior Parker und widmete ihm den Song. Interessanterweise entschied Greens Plattenfirma sich dagegen, den Song als Single zu veröffentlichen und so erschien er nur auf dem Al-Green-Album von 1974, „Explores Your Mind“. In der Zwischenzeit wurde der Song recht erfolgreich von Syl Johnson gecovert und ein Jahr später auch als Single von Al Green veröffentlicht. Es gibt unzählige Coverversionen. Die meisten werden sicher das Cover der Talking Heads kennen. Im April feierte Green seinen 71. Geburtstag und ist weiter aktiv als Sänger und Prediger unterwegs.

No more wars, no more wars, no more war
Mmm, just a little peace in this world
No more wars, no more war
All we want is some peace in this world

Timmy Thomas war Begleitmusiker u.a. für Donald Byrd. 1972 debütierte er gleich mit seinem größten Hit, der viele Male gecovert wurde. Am bekanntesten ist die Version der Sängerin Sade von 1984. Thomas hatte danach einige weitere Hits. Doch „Why Can´t We Live Together“ war sein Debut als Solokünstler und wurde eine zeitlose Nummer. Allein das lange instrumentale Intro führt wunderbar in das Lied ein. Diese Aufnahme ist ursprünglich eine Demo-Version gewesen und sollte aufgemotzt werden mit einer Band. Doch der Produzent entschied sich glücklicherweise, die Version mit Keyboard und Drum-Machine in ihrer Ursprungsform zu belassen. Der Rest ist Geschichte.

Stop, check it out my man
This is the music of a hip-hop band
Jazz, well you can call it that
But this jazz retains a new format

Gehen wir in die 1980er Jahre und kommen zu einem Klassiker des Hip Hops. Stetsasonic wurden mit ihrem Jazz beeinflussten Rap weltweit bekannt. „Talkin’ All That Jazz“ basiert auf zwei Songs von Donald Byrd und Lonnie Liston Smith. Anfang der 1990er Jahre lösten sie sich wieder auf. Jetzt kommt aus ihrem 1988er Album „In Full Gear“ ihr größter Hit.

Die Lange Rille kommt heute von einem der essentiellsten Live-Alben. Geschrieben wurde der größtenteils instrumentale Song „The Ghetto“ von Donny Hathaway und Leroy Hutson und erschien 1970 auf dem Debütalbum von Hathaway in einer Länge von 6:50 Minuten. 1972 nahm Hathaway den Song, der im Jazz/Latin-Stil aufgenommen wurde, für sein Live-Album „Donny Hathaway Live“ auf. Dieses Mal mit einer Länge von 12:08 Minuten. Auf dem Album sind zwei Live-Auftritte von Hathaway zu hören, die er 1971 in New York gab, sowie Klassiker wie „What´s Going On“ von Marvin Gaye oder Carole Kings „You´ve Got A Friend“ und John Lennons „Jealous Guy“. Donny Hathaway, den vermutlich die meisten aus der Zusammenarbeit mit Roberta Flack kennen, konnte eigentlich alle Stilrichtungen singen. Ob R&B, Soul oder Pop. In den 1970er Jahren hatte er viele Hits. Leider endete sein kurzes Leben bereits 1979, als er leblos aufgefunden wurde. Er wurde nur 34 Jahre alt. Geblieben sind Klassiker der Soul-Geschichte.

Das war es für heute. Bis zum nächsten Mal.

Peace and Soul.

Stefan aka Freiraum

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