Soundtrack des Tages (170): Diego Maradona

Herr M, man sieht ihn in die Lüfte wehen;
er schwingt und dreht sich und er fließt gelassen
ins Überirdische hinein – nicht mehr zu fassen.
(Ror Wolf, Neunzehnhundertsechsundachtzig)

22. Juni: Die „Iglesia Maradoniana La Mano de Dios“ feiert heute Weihnachten, alljährlich wird im argentinischen Rosario der Wandlung des bis dato weltbesten Fußballers Diego Armando Maradona vom Normalsterblichen hin zur Heiligkeit gedacht, so geschehen im Jahr des Herrn 1986 während der 13. Fußball-Weltmeisterschaft in der Viertelfinal-Partie zwischen England und Argentinien im Aztekenstadion in Mexiko City.
An jenem denkwürdigen 22. Juni führte in Spielminute 51 kein Geringerer als der Allmächtige höchstselbst die Hand Maradonas zum Ball und dieser dann – eigentlich völlig regelwidrig – das Spielgerät mit selbiger ins Tor zur 1:0-Führung. „Es war die Hand Gottes“, offenbarte Maradona im Interview nach dem Spiel unverblümt, die WM hatte ihren Skandal und die Gläubigen in Rosario ihr Wunder.
Dabei wird bis heute gerne mal unter den Tisch gekehrt, dass der Dicke nur 4 Minuten nach seinem umstrittenen Treffer eines der sensationellsten Tore der Fußball-Geschichte zum 2:0 einnetzte, auf einem Laufweg von 60 Metern tanzte er 6 englische Gegenspieler mit 12 Ballberührungen in 10 Sekunden aus und schloss den Sololauf dann formvollendet ab – Gott-gleich eben.

Das Weihnachts-Oratorium singt uns seine Heiligkeit höchstselbst:

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10 Kommentare

      1. Bin ganz deiner Meinung. Aber wer würde schon einem Chirugen, der erfolgreich operiert, voll Begeisterung mit Blumen bewerfen oder ihm Kusshändchen schicken?

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      2. Machen wir bei unseren heißgeliebten Musikanten doch auch, und die machen letztendlich ja auch nur ihren Job (gut, ab und an geküsst vom Genie, aber so hat sich das ja auch beim Diego verhalten…). Der Chirurg hat halt das Pech, dass seine Kunst nicht zur massenkompatiblen Dauer-Medienpräsenz taugt.

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    1. Besten Dank, Birgit, und das aus berufenem Munde bzw. aus berufener Feder, ich fühle mich gebauchpinselt oder bauchbepinselt oder wie immer das heißt, also geehrt halt … ;-))))))
      Liebe Grüße + frohe Weihnachten nach Augsburg,
      Gerhard 😉

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  1. im Gegensatz zu den überbezahlten Schwachmaten wie Messi und Ronaldo noch ein Superstar mit Ecken und Kanten. Einen zum lieben halt. Die WM 86 zusammen mit Italia Novanta sowieso einer meiner liebsten überhaupt. Good Times.

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    1. Die von Dir genannten Kameraden können schon auch was an der Pille, aber mit Ecken und Kanten schaut’s tatsächlich etwas mau aus bei denen, geb ich zu. 86 war schon eine coole WM, am Ende für „de Deitschn“ zwar weniger, aber mit solchen Kreaturen wie K.H. Rumgeficke oder dem Bruder vom Steuerhinterzieher hätte ich auch nicht Weltmeister werden wollen ;-)))))

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