Reingehört (331): Cable Ties

Cable Ties – Cable Ties (2017, Poison City Records)

Da jubelt der Post-Punk-Freund, und die Freundin sowieso: Die Cable Ties aus Melbourne hauen im Stil und in der Haltung alter Legenden des Genres wie den Slits oder Delta 5 und noch weit mehr in unüberhörbarer Verwandtschaft zum Riot-Grrrl-Uptempo-Indie-Rock der Ladies von Sleater-Kinney ihre energetischen Ergüsse heraus, da halten die Kabelbinder ein paar maßgebliche Einflüsse zusammen, die auch gut zusammenpassen, Trommler Boyle poltert mit beherzter Rhythmik und Basser Brown ergänzt entsprechend mit treibendem Dröhnen, der stimmige Rahmen eben für das schneidende Gitarren-Stakkato, das griffige, kompromisslose Akkorde-Runterschrubben und zuforderst das auf Krawall gebürstete Mädels-Geplärr von Gitarristin/Sängerin Jenny McKechnie, Sirenen-Punk am oberen Intensitäts-Level, Guitars/Bass/Drums, die Kombi ist laut Lou Reed eh nicht zu schlagen, und wenn die Nummer obendrein noch mit diesem unverstellten Weibsen-Wutgeschrei veredelt wird, dann gibt es kein Halten mehr. Cable Ties sollen live der totale Bringer sein, auf dem kürzlich erschienenen Debüt-Album lässt sich das mehr als nur erahnen.
Poly-Styrene-Gedächtnis-Medaille für den Sommer 2017, ab geht die Lucy…
(**** ½ – *****)

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