Reingehört (511): Death Will Tremble To Take Us

From his early days recording with cheap guitars and 4 track cassette recorders, James Randolph Fouty has always been able to capture moments that seem to stand still in time.
(Fluttery Records)

Death Will Tremble To Take Us – Death Will Tremble To Take Us (2019, Fluttery Records)

Erste Veröffentlichung aus dem Hause Fluttery Records im Jahr 2019, ein Postrock-Album, wer hätte es vermutet? ;-)) Death Will Tremble To Take Us ist das neue Solo-Projekt von James Randolph Fouty, der Musiker aus Portland/Oregon ist dem kalifornischen Indie-/Experimental-Label bereits seit der früheren Veröffentlichung diverser Postrock/Neoklassik-Arbeiten unter der Firma Sleeping Horses verbunden.
Sucht man im Netz nach weiteren Infos zum neuen Projekt des experimentellen Soundtüftlers, ist schnell das Ende der Fahnenstange erreicht, umso häufiger stolpert man über das Zitat „We are here to laugh at the odds and live our lives so well that Death will tremble to take us“ von Charles Bukowski, seinen Ergüssen zu Atheismus und Religion entlehnt, gut möglich, dass sich Fouty zwecks neuem Projektnamen beim Underground-Schwerenöter mit dem überschaubaren schriftstellerischen Talent bedient hat. Wie auch immer, seine Chance zu einem ordentlichen Instrumental-Wurf hat der junge amerikanische Record Artist mit dem neuen Tonträger ohne Zweifel genutzt, damit sollte es selbst für das ergriffene Erschaudern des Sensenmanns reichen. Das selbstbetitelte Debütalbum unter neuem Namen enthält eine ansprechende Mixtur aus kurzen, schrägen Folk-Tunes, die als Field Recordings im LoFi-Do-it-yourself-Gewand aufwarten, im Wesentlichen vor allem eine abwechslungsreiche Symphonie an repetitiven Gitarren-Meditationen, die als Genre-typische Postrock-Sound-Wände und nachhallende, berauschende Crescendi ihren hypnotischen Sog unbeirrt zur Wirkung bringen, daneben kontrastreiche, komplexe Electronica-/Ambient-Klangskulpturen, die nicht selten an den sphärischen Krautrock der Urzeiten anlehnen. Mit diesem Konglomerat gelingt James Randolph Fouty ein geschicktes Umschiffen des Eindimensionalen, das handelsüblichen Postrock-Arbeiten gerne innewohnt, wenn er auch – wie viele Geistesverwandte – sein ausgeprägtes Gespür für ergreifende Dramatik vor allem in den von lärmenden Gitarren dominierten Passagen mittels instrumentaler, sich in der Intensität permanent steigernder Melodik offenbart.
„Death Will Tremble To Take Us“ ist seit Ende Januar über den Musikalien-Fachhandel und diverse Streaming-Dienste zur allgemeinen Erbauung verfügbar.
(*****)

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