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Reingehört (48)

Houndmouth

Houndmouth – Little Neon Limelight (2015, Rough Trade)
Barry Comer von barrycomersblog.com hat mich vor Kurzem im Rahmen meines Ottmar-Liebert-Konzertberichts hinsichtlich Neuentdeckungen auf die aus New Albany, Indiana, stammende Folk-Rock-Band Houndmouth hingewiesen (Barry: „I ‚remotely‘ know the young lady in the group from our local dog park.“), deren zweiter Longplayer dieser Tage auf Rough Trade Records erschienen ist, und dieser Hinweis war in der Tat hochwillkommen.
Die neue Scheibe des Quartetts Matt Myers (Guitar, Vocals), Katie Toupin (Keyboard, Vocals; das dürfte dann wohl die junge Lady vom local Dog Park sein…), Zak Appleby (Bass, Vocals) und Shane Cody (Drums, Vocals) läuft derzeit bei mir in Dauerrotation und ist eine absolut gelungene Sammlung von 11 Indie-Folk-Rockern und Alternative-Country-Balladen, die alles Gute an Referenzen von Dylan über The Band, die Felice Brothers, gospelartigem Mehrstimmen-Gesang, Buddy-Holly-artigem Rock ’n‘ Roll und Sixties Soul Pop anklingen lässt, ohne auch nur im Entferntesten in epigonenhaftes Kopieren zu verfallen.
Das großartige Werk eröffnet fulminant mit dem zupackenden, ohrwurmartigen Indie-Gitarren-/Desert-Rocker „Sedona“ und hält im weiteren Verlauf das Qualitätslevel mit Folk-/Pop-/Indie-Preziosen auf konstant hohem Niveau. Ganz großer Sport, eine Scheibe ohne Fehl und Tadel, der perfekte Soundtrack für den Frühling und die dringende Ermahnung, sich bei Gelegenheit das Houndmouth-Debüt-Album „From The Hills Below The City“ (2013, Rough Trade) zu besorgen.
Wie das Internet verlauten lässt, genießt die Band in den Staaten einen exzellenten Ruf als Live-Band und so hege ich die Hoffnung, dass die Combo zum Platten-Promoten mal rübermacht in das alte Europa – in Munich, Upper Bavaria, wären sie schon mal hochwillkommen…
Barry, thanks a lot for rubbin‘ my Nose in this !!
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