Black Music

Soul Family Tree (21): 50 Years Of Experience

„You’ve got to come downstairs and see this guy Chas has brought back. He looks like the Wild Man of Borneo.“
(Ronnie Money)

Black Friday, my dudes: Heute erstmals ein gemeinsamer Beitrag in der Black-Music-Reihe vom Hamburger Gast-Autor Stefan Haase und meiner Wenigkeit zu „Are You Experienced“, dem bahnbrechenden Debüt-Album der Jimi Hendrix Experience, das bei Erscheinen im Mai 1967 die Welt der Rock- und Pop-Musik nachhaltig erschütterte:

Der Pionier: Am 12. Mai 1967 erschien das Debutalbum „Are You Experienced“ von Jimi Hendrix und damit in 40 Minuten Musikgeschichte. Die Musikwelt wurde erschüttert und fortan gab es zwei Zeitrechnungen, die Zeit vor und nach Jimi Hendrix. Den Begriff des Rockstars beschrieb Hendrix selbst – Ein Rückblick:

James Marshall Hendrix wurde 1942 in Seattle geboren. Bereits in den frühen 1960er Jahren spielte er Gitarre bei zahlreichen Soul- und R&B-Bands und Interpreten wie Sam Cooke, Little Richard, Wilson Pickett und anderen. Zeitzeugen beschrieben ihn als scheu. Wenn er sprach, dann mit leiser Stimme.

Es ist dem Bassisten der Animals Chas Chandler zu verdanken, dass er Hendrix im Herbst 1966 für einige Tage ins damals hippe London einlud. Das Budget war schmal und in Windeseile wurde in wenigen Tagen das Debütalbum eingespielt, wegen Geldmangels hauptsächlich live. Hendrix selbst war ziemlich unsicher. Doch Chandler glaubte an ihn.

Herausgekommen sind Nummern für die Ewigkeit. Sein Interpretation von „Hey Joe“ erschien zuerst als Single und wurde weltweit ein Hit. Hendrix bediente eine ganze Bandbreite an musikalischen Themen in Songs wie „Purple Haze“ oder „Foxy Lady“ und der Ballade schlechthin, „The Wind Cries Mary“. Hendrix wurde der erste afroamerikanische Rockstar. Wie er Gitarre spielte, beeinflusste viele Musiker. Die Beatles oder Gitarrenhelden wie Jeff Beck, Eric Clapton oder Pete Townshend von The Who kamen zu seinen London-Shows, wo er in ohrenbetäubender Lautstärke sein einzigartiges Gitarrenspiel präsentierte, mal melodiös, dann wieder rau und verspielt. Wie er sich dazu auf der Bühne bewegte und seine Gitarre liebkoste und später auf sie einschlug oder sie sich hinter dem Rücken legte oder mit der Zunge spielte… Hendrix kannte keine Grenzen und setze mit 25 Jahren Maßstäbe.

Das Album ist bis heute ein zeitloses Dokument, weil es damals völlig neu war und selbst bis heute viele junge Musiker berührt. Bis zu seinem 27. Lebensjahr nahm Hendrix insgesamt drei Alben auf. Doch mit seinem Debüt schrieb er den Soundtrack des Sommers ’67 und Welthits für die Ewigkeit.
(Stefan Haase)

„We don’t want to be classes in any category. If it must have a tag, I’d like it to be called ‚Free Feeling‘. It’s a mixture of rock, freak-out, blues, and rave music.“
(Jimi Hendrix, Record Mirror)

Das Musik-Jahr 1967 war geprägt von psychedelischen Pop-Experimenten, wobei etliche große Namen der Ära speziell im United Kingdom dahingehend nicht unbedingt ihre stärksten Werke ablieferten, die Stones verzettelten sich in „Their Satanic Majesties Request“ in allzu viel belanglosem Geschwurbel, die Beatles langweilten nach den sehr passablen „Rubber Soul“– und „Revolver“-Alben erstmals mit dem völlig überschätzten „Sgt. Pepper“-Geplätscher, und selbst The Who überzeugten mit ihrem ersten Konzept-Werk „The Who Sell Out“ nicht über die volle Distanz, die US-Vertreter des Genres zeigten weitaus mehr Mut zum radikaleren Ansatz, Lou Reed und John Cale als kreative Köpfe bei Velvet Underground zusammen mit der deutschen Stil-Ikone Nico, The Doors, die Grateful Dead mit ihren jeweiligen Debütalben, Captain Beefheart mit seinem genialen Acid-Psychedelic-Blues auf „Safe As Milk“ und die Byrds mit „Younger Than Yesterday“ dehnten die Grenzen des Genres in bis dahin nicht gehörte Dimensionen.
Über allem thronte mit Veröffentlichung seines Erstwerks „Are You Experienced“ der amerikanische Ausnahme-Gitarrist Jimi Hendrix im Londoner Exil mit einer sensationell originellen Mixtur aus hartem, psychedelischen Rock, Soul, Funk und schwerem Blues – eingespielt in insgesamt gerade mal 72 Stunden, zusammen mit den beiden englischen Youngstern Noel Redding und Mitch Mitchell an Bass und Schlagzeug, zu diversen Gelegenheiten, wenn die Experience zwischen ihren zahlreichen Gigs die Zeit für den Studio-Gang fand.
„Are You Experienced“ erhielt zwar bereits in den ersten Besprechungen der englischen Fachpresse exzellente Bewertungen, landete in den UK-LP-Charts aber nur auf Platz 2 hinter „Sgt. Pepper“, den Briten war hinsichtlich Urteilsvermögen bereits in jener Zeit nicht uneingeschränkt zu trauen. Der Rolling Stone listet das Album in den „500 Greatest Albums Of All Time“ auf Rang 15. Kurz vor Veröffentlichung tourte Hendrix durch das englische Hinterland, im Verbund mit den Walker Brothers, dem unsäglichen Schlager-Schmalzer Engelbert Humperdinck und Cat Stevens, während der Tournee lachte sich die Experience-Entourage für einige Wochen einen Roadie in Liverpool an, der später selbst Rock’n’Roll-Geschichte schreiben sollte, es war kein Geringerer als der Inbegriff des Rockstars schlechthin, Kult-Figur und Kulturforum-Mottogeber Lemmy Kilmister.

Für Hendrix selbst waren „Are You Experienced“ und seine furiosen Live-Auftritte in Großbritannien der Rückfahrschein in die amerikanische Heimat und die Eintrittskarte in das große US-Pop-Business.
Nur wenige Monate zuvor hatte er in München seine ersten fest terminierten Gigs überhaupt, im November 1966 im Schwabinger „Big Apple“-Club, im folgenden März dann für vier Tage im Hamburger „Star-Club“, seinen letzten Auftritt sollte er im Übrigen auch in Deutschland spielen, 1970 beim „Love & Peace“-Festival auf der Ostsee-Insel Fehmarn.

Die Hendrix Experience nannte Throbbing-Gristle-/Psychic-TV-Industrial-Pionier Genesis P-Orridge später in einem TV-Interview „The ultimate Church of Sound“, dem Afro-Amerikaner aus Seattle mit Cherokee-Blut in den Adern lagen die Pop-Stars der Londoner Szene seiner Zeit aufgrund seiner exzessiven Auftritte, seiner exorbitanten Fähigkeiten an den sechs Saiten und nicht zuletzt wegen seines herausragenden LP-Debüts reihenweise zu Füßen, Harrison, McCartney, Lennon, Eric Clapton vom Allstar-Trio Cream, Brian Jones von den Stones, alle suchten die Nähe und Inspiration des neuen Superstars. Jack Bruce soll nach einer Hendrix-Show im Saville Theatre in Camden umgehend nach Hause entschwunden sein, um die Riffs für „Sunshine Of Your Love“ zu komponieren.
The-Who-Mastermind Pete Townshend würdigt Hendrix in seiner lesenswerten Autobiografie „Who I Am“ in Erinnerung an die Londoner Zeit gebührend:
„Jimi zum ersten Mal spielen zu sehen, war für mich als Gitarrist ebenfalls eine Herausforderung. Jimi besaß die beweglichen, geübten Finger eines Konzertviolinisten; er war ein echter Virtuose. (…) Er verschmolz den Blues mit der transzendenten Freude der Pschedelik. Es war, als hätte er ein neues Instrument in einer neuen Welt des musikalischen Impressionismus entdeckt. (…) Er war ein faszinierender Künstler, und ich habe fast Hemmungen zu beschreiben, wie fantastisch er wirklich live auf der Bühne war, denn ich möchte nicht seinen Heerscharen von jüngeren Fans das Gefühl geben, etwas verpasst zu haben. Wir alle verpassen etwas. Ich habe Parker, Ellington und Armstrong verpasst. Und wenn man Jimi nicht live gesehen hat, dann hat man etwas ganz, ganz besonderes versäumt. (…) Wenn ich zu Jimis Konzerten ging, nahm ich weder Acid noch rauchte ich Gras oder trank Alkohol, deshalb kann ich zuverlässig berichten, dass er auf der Rechtshänder-Fender-Stratocaster, die er umgedreht spielte (Jimi war Linkshänder), Wunder wirkte.“
– Einige Monate später im Rahmen des kalifornischen Monterey Pop Festivals sollte es trotzdem zum Zwist zwischen den beiden Ausnahmemusikern kommen. Es gab Unstimmigkeiten über die Reihenfolge der Auftritte am letzten Festival-Tag, Townshend war bewusst, dass er mit einem The-Who-Auftritt nach Hendrix nur verlieren konnte, zumal in der Zeit beide Gitarristen ihre Instrumente exzessiv bis zur Zerstörung malträtierten und der zweite in der Reihenfolge nur als ideenloser Nachahmer gelten konnte. Townshend gibt in seiner Biografie unumwunden zu, dass Hendrix zu der Zeit schlichtweg mehr an musikalischem Genie und vehementer Bühnenpräsenz zu bieten hatte als The Who, die dahingehend weiß Gott auch keine Waisenknaben waren.
Auch Rock Scully als Manager der Grateful Dead hatte arge Bedenken über den Monterey-Auftritt seiner Band zwischen The Who und Hendrix, in seinen Memoiren „Living with the Dead: Twenty Years on the Bus with Garcia and the Grateful Dead“ merkt er an, dass die Cosmic-American-Music-Institution mit ihrem relaxten Jam-Stil zwischen diesen beiden Live-Orkanen beim Publikum nicht punkten konnte.

„The Jimi Hendrix Experience owned the future, and the audience knew it in an instant. When Jimi left the stage he graduated from rumor to legend.“
(Pete Johnson, Monterey Pop Festival, Los Angeles Times)

Der Einfluss von Jimi Hendrix auf seine und nachfolgende Generationen ist bis heute kaum zu ermessen, seine Sound-Visionen haben Songwriting und Spiel von Ausnahmemusikern wie Stevie Ray Vaughan, Prince Rodgers Nelson, Vernon Reid, John Frusciante und Adrian Belew – um nur einige wenige Könner exemplarisch zu nennen – beeinflusst, selbst in meiner oberbayerischen Heimat Oberbayern hat er seine Spuren hinterlassen, wie die folgende „The Wind Cries Mary“-Adaption vom unvergleichlichen Untersendlinger Nachbarn Dr. med. Georg Ringsgwandl eindrucksvoll demonstriert:

Soul Family Tree (20): B. B. King

Black Friday, heute mit einem Gastbeitrag von Stefan Haase über den legendären „King Of The Blues“:

Vor zwei Jahren starb die Blueslegende (Blues Boy) B.B. King. Grund genug, an ihn und an einige musikalische Höhepunkte seines reichen Lebens zu erinnern. Heute im Soul Family Tree gibt es ein Special und Tribute an einen der ganz Großen der Musik.

„When I sing, I play in my mind; the minute I stop singing orally, I start to sing by playing Lucille.“
(B.B. King)

Es schien fast so, dass seine Reise für immer weiter gehen würde und doch endete. Selbst im hohen Alter, wo er unter Diabetes litt, verbrachte er das halbe Jahr auf der Straße und stand auf den Bühnen der Welt. Er liebte, was er tat: Musik spielen und Fischen. B.B. King starb am 14. Mai 2015 in seinem Zuhause, in Las Vegas. Er wurde 89 Jahre alt.

Der König des Blues beeinflusste ganze Generationen von Musikern und gewann 15 Grammy Awards. Es ist unmöglich, sich vorzustellen, wie Jimi Hendrix, Buddy Guy, Eric Clapton, Peter Green, Albert King, Freddie King (beide nannten sich zudem King, um B.B. zu ehren), Stevie Ray Vaughan, Gary Moore oder Joe Bonamassa, um nur einige zu nennen, gespielt hätten, wenn es B.B. King nicht gegeben hätte.

Wenn wir über das musikalische Erbe von B.B. King sprechen, sollten wir nicht beginnen und enden mit „The Thrill Is Gone“. Er hat neben diesem Hit eine unermessliche Reihe von Songs aufgenommen in seiner sehr langen Karriere. Andere spielten schneller und härter, aber niemand spielte den Blues mit so viel Seele wie er. Er suchte nicht nach dem Blues, der Blues fand ihn.

B.B. King startete seine Karriere im Radio mit einem Gospelquartett in Mississippi. Bald schon zog er nach Memphis, Tennessee, wo er einen Job als Radiomoderator bekam und dadurch Zugang erhielt zu vielen weiteren Schallplatten. Er studierte die Blues- und Jazz- Gitarristen Django Reinhardt und T-Bone Walker und spielte live als „Beale Street Blues Boy“ später abgekürzt B.B. Durch seine Sendungen und Live-Auftritte hatte er sich schnell eine schwarze Zuhörerschaft aufgebaut und nahm 1951 seinen ersten R&B-Hit auf: „Three O´clock Blues“. In dieser Zeit entstanden eine ganze Reihe von großartigen Songs wie z.B. „Everyday I Have The Blues“.

„The thrill is gone.
The thrill is gone away from me.
Although I’ll still live on,
But so lonely I’ll be“…

Einige musikalische Höhepunkte seines Lebens kurz zusammen gefasst: 1968 nahm er das Album „Lucille“ auf. Es ist benannt nach seiner berühmten Gibson-Gitarre, zum damaligen Zeitpunkt war das Modell ES-355. Vielleicht einer seiner besten Live-Auftritte „Nobody Loves Me But Mother“ vom Album „Live In Kansas“ aus dem Jahre 1972. „Why I Sing The Blues“ kommt von einem Best-Of -Sampler aus dem Jahre 1983.

Eine neue Generation sprach er 1988 an, als er zusammen mit der irischen Band U2 für das Album „Rattle and Hum“ „When Love Comes To Town“ spielte, welches einen Grammy gewann. Wie er mit seinem Spiel dem Lied seinen Stempel aufdrückte, ist nach wie vor großes Kino. In 2010 spielte er zusammen mit Buddy Guy, u.a. in dem bewegenden Song „Stay Around A Little Longer“.

„I gave you a brand new Ford
But you said: “I want a Cadillac!”
I bought you a ten dollar dinner
and you said, “Thanks for the snack!”
I let you live in my pent house
you said it just a shack
I gave you seven children
and now you wanna give them back!“…
(B.B. King – „How Blue Can You Get?“ -Live In Cook County Jail, 1971)

He is, was and will be a true great.

Bis zum nächsten Mal.

Peace and Soul.

Stefan aka Freiraum

Weiterführende Links:

→ New York Times: B.B. King, Defining Bluesman for Generations, Dies at 89
→ Wikipedia/ B.B. King
B.B. King A Life In Pictures
→ ‚We all have the blues‘: tributes pour in after BB King dies aged 89
Wonderful images. Heike Rost, Journalist and Photographer: B.B. King, A Tribute to the King

Soul Family Tree (19): Nina Simone, Don Bryant, Jack Hammer, Isaac Hayes

Freitag-Abend, Zeit für einen weiteren Gastbeitrag vom Hamburger Freiraum-Blogger Stefan Haase in der Reihe Soul Family Tree, groovt Euch entspannt ins Wochenende:

In dieser Woche interpretiert Nina Simone einen Song von Prince. Dann gibt es neue Musik von Don Bryant, den man vielleicht vom Namen nicht kennt, bei dem es sich sehr lohnt dran zu bleiben. Mit Jack Hammer greife ich tief ins Archiv und präsentiere Twist trifft auf Beat und als letzten Gruß aus der Soul Kitchen gibt es Isaac Hayes. Here we go Soulsisters and Brothers.

Ein Nachtrag zum Prince-Tribut. Ich fand beiläufig eine besondere Coverversion eines Liedes von Prince, gesungen von der großen Nina Simone. Aufgenommen wurde diese Version von „Sign Of The Times“ auf ihrem letzten Studioalbum „A Single Woman“. Auf dem regulären Album wird man ihn jedoch nicht finden. Erst später wurde er, zusammen mit den anderen Outtakes, veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine besondere Interpretation, die sich von vielen anderen Coversongs positiv abhebt. Warum Nina Simone diesen Song aufnahm und die Geschichte dahinter bleibt verborgen. Auch ohne Erklärung ist dieser Coversong zeitlos und wunderbar dazu. Hier kommt Nina Simone mit „Sign Of The Times“.

Mit Jack Hammer, sein bürgerlicher Name war Earl Solomon Burroughs (1925-2016), wenden wir uns „Hammer + Beat = Twist“ zu. Er hatte in den 1960er Jahren vor allem in Europa einzelne Single-Hits. Und er wird als Co-Autor von Jerry Lee Lewis´ „Great Balls Of Fire“ genannt. 1958 sang Nina Simone seinen Song „Plain Gold Ring“ auf ihrem Debütalbum. Dieses Lied wurde dann später u.a. von Nick Cave neu aufgenommen. Ausgewählt habe ich einen raren Song aus seiner Zeit in Europa. Viel Spaß mit Jack Hammer und seinem Song „Swim“.

Mit Don Bryant kommen wir zur aktuellen Musik. Bryant schrieb u.a. den Blockbuster „I Can´t Stand The Rain“ für Ann Peebles und verliebte sich bei den Aufnahmen in sie. Später heirateten die beiden und sie sind bis heute zusammen. Bryant nahm sich über viele Jahre eine Auszeit von der Musik. Im Mai erscheint fast beiläufig sein neues Album. Wenn man diesen Mann im jungen Alter von 73 Jahren singen hört, haut es einen sprichwörtlich um. Was für eine kraftvolle Stimme. Vorab und als Appetizer erschien „How Do I Get There?“ Und als Zugabe gibt es den Blues-Klassiker „A Nickel & A Nail“, im Original von O. V. Wright, und zwar als Live-Version.

Als Rausschmeißer gibt es noch Edel-Soul von Isaac Hayes, aus seinem 1975er Album „Chocolate Ship“. Übrigens war Hayes mit der erste Künstler, der lange Passagen in seinem Interpretationen mit Sprechgesang füllte. Zudem war er bekannt für seine epischen Interpretationen, die gern mal über eine ganze LP-Seite gingen. Bei ihm wurde musikalisch geklotzt und nicht gekleckert. Sein Stern ging bereits in den späten 1960er Jahren auf und mit seinem Alben in den 1970er Jahren schrieb er Musikgeschichte. Ich sage nur „Shaft“. Als seine Plattenfirma Konkurs machte, verlor er die Urheberrechte an seinen eigenen Liedern. Um zu überleben, trat er in etlichen Fernsehserien und Spielfilmen auf. Einigen ist er auch bekannt als die Synchron-Stimme von „Chefkoch“ in der Serie „South Park“. Am 20. August 2008 starb er mit 66 Jahren.

Bis zum nächsten Mal. Und wie immer schließe ich hier in Gedenken an den legendären TV-Moderator vom „Soul Train“, Don Cornelius, mit seinen letzten Worten in der Sendung:

Peace and Soul.

Stefan aka Freiraum