Dan Caine

Reingehört (475): Dan Caine

Dan Caine – Cascades / Remastered (2018, Fluttery Records)

Das Album „Cascades“ des Experimental-Musikers Dan Caine aus Liverpool/UK hat im ersten Wurf vor drei Jahren das Licht der Kulturwelt erblickt, jetzt ist vor kurzem eine Remastered-Version der instrumentalen Wohlklang-Arbeit erschienen.
Der junge Engländer macht seit seinem fünfzehnten Lebensjahr Musik, inspiriert von Indie- und Alternative-Artisten wie im Elternhaus vom eigenen Altvorderen durch dessen klassisches Gitarren-Spiel. Seit 2013 sind zahlreiche Veröffentlichungen aus den Sparten Ambient/Shoegaze/Postrock/New Age zu vermelden.
„Cascades“ bietet einen Soundscape-Zyklus mit acht feinen, bewegenden, längeren Nummern zwischen Dur und Moll, Licht und Schatten, luftiger Leichtigkeit und unter der Oberfläche lauernder dunkler Geheimnisse. Wunderbar einschmeichelnde, inneren Frieden stiftende, nahezu meditative Gitarren-Klänge, mit Nachhall im steten Improvisations-Fluss als atmosphärische Klang-Collagen zwischen Ambient-Transzendenz und einer Art Postrock im Ruhepuls, der in seinem lockeren, freigeistigen Schweben denkbar weit vom vehementen Klangwellen-Hereinbrechen und der handelsüblichen Gitarrenwände-Architektur des Genres entfernt ist und somit perfekt zur derzeit herrschenden sommerlichen Witterung passt, deren Sonnen-durchflutete Tage zum entschleunigten Leben einladen und in ihrer schweißtreibenden, drückenden Hitze doch bereits das nächste anstehende, finstere Gewitter erahnen lassen.
„Cascades“ ist erstmals auf CD und neu abgemischt seit einigen Tagen über das kalifornische Indie-Label Fluttery Records erhältlich.
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