Johnny Wakelin

Eine Kerze für Muhammad Ali

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„Der Ali, einwandfrei. Hat sich alles g’reimt bei dem, am End vom Satz alles g’reimt. Des was der Anyman heut‘ singt, des hat der Ali früher im Interview verzählt.“
(Rolf Miller, Tatsachen)

The Greatest: Der Mann, der 1942 als Cassius Clay in Louisville/Kentucky geboren wurde, war der erste und größte Popstar des Sport, bevor durchgestylte Gesamtkunstwerke wie Beckham oder Ronaldo überhaupt in Planung waren und der Medienbetrieb diese Nummer auf die Spitze trieb. Jahrhundertkämpfe, die Namen im Stile von Welthits trugen, seine Person Gegenstand von Kunstwerken wie dem berühmten Portrait des Magnum-Fotografen Thomas Hoepker, dem sehenswerten Dokumentarfilm „When We Were Kings“ von Leon Gast über den „Rumble In The Jungle“ gegen George Foreman 1974 in Zaire oder dem Biopic „Ali“ von Michael Mann mit Will Smith in der Titelrolle aus dem Jahr 2001.
Seinen größten Auftritt hatte Muhammad Ali 1978 im DC-Comic „Superman vs. Muhammad Ali“, in dem er zuerst den Superhelden vom Krypton im Vorkampf auf die Bretter schickte und dann die Welt im Fight gegen den Champion der Außerirdischen rettete.
Im Box-Sport hat Ali bis heute gültige Maßstäbe und Meilensteine gesetzt, bevor ein Nachfolger wie der Oberproll Tyson den Sport Renommee-mäßig in die Steinzeit zurückbombte und Gentlemen wie die Klitschko-Brüder den guten Ruf des Boxens halbwegs wiederherstellten.
Am vergangenen Freitag hat Muhammad Ali seinen langjährigen Kampf gegen seine Parkinson-Erkrankung verloren, dem Box-Sport hat einer wie er bereits lange vorher gefehlt.

Anmerkungen zur Boxer-Karriere, Vietnam-Kriegsdienstverweigerung, Nation Of Islam in den lesenswerten Nachrufen von Stefan Haase / Freiraum und Gerhard Mersmann / Form7.