Lucinda Williams

Soul Family Tree (44): Mississippi John Hurt

„The whole sound & vision just nailed me & here I am now, 34 years later, still looking & listening to John Hurt for strength, inspiration & rock & roll/blues transcendentalism. I’ve taken his music with me everywhere I’ve gone, over the last three decades of touring & wandering the planet, & it’s never let me down.“
(Peter Case)

„If it wasn’t for Mississippi John Hurt, I would not be making music at all.“
(Ben Harper)

Die Legende will wissen, dass dem großen spanischen Klassik-Gitarristen Andrés Segovia einst ein begeisterter Schüler Songs von Mississippi John Hurt vorspielte, worauf der Meister verwundert wie begeistert fragte, wer denn der zweite Gitarrist auf den Aufnahmen sei. Die simple Wahrheit war: da war kein zweiter Musiker an den Einspielungen beteiligt, und das sagt im Wesentlichen eigentlich bereits alles über das erstaunliche Talent des kleinen Mannes aus Carroll County/Mississippi: John Smith Hurt, im März 1892 in dem US-amerikanischen Südstaat geboren, den er als Musiker als zweiten Vor- bzw. Künstlernamen benutzte – der großartige Mississippi John Hurt, herausragende Figur des Country-, Folk- und Piedmont-Blues, der hinsichtlich musikalischem Background eigentlich aus einer weitaus älteren, Prä-Blues-/Ragtime-Tradition kam und diese Old Time Music auch Zeit seines Lebens mitpflegte, um ihn dreht sich die heutige Black-Friday-Ausgabe.

Segovia konnte man seine Unkenntnis kaum vorwerfen, zu der Zeit, in der ihm die Hurt-Aufnahmen vorgestellt wurden, war über den Blues-Musiker kaum etwas bekannt. Außer einer Handvoll Songs, die in den Jahren 1928 und 1929 von Mississippi John Hurt eingespielt wurden, gab es von ihm keine Tonträger auf dem Markt, dieses Schicksal teilte er in jenen Jahren mit Stil-prägenden Delta-Blues-Größen wie Charlie Patton, Robert Johnson, Son House oder Skip James.
Hier zum Einstieg der Song „Stack O‘ Lee“ in historischer Aufnahme aus dem Jahr 1928:

Die wahre Geschichte vom Mord an Billy Lyons durch den Spitzbuben „Stag“ Lee Shelton in St. Louis/Missouri zur Weihnachtszeit 1895 ist erstmals 1911 in Text und Noten veröffentlicht und 1923 in einer Aufnahme der Waring’s Pennsylvanians auf Schallplatte gepresst worden. In den folgenden Jahrzehnten wurde der Song als „Stagger Lee“, „Stagolee“ oder „Stack O‘ Lee Blues“ unzählige Male von unterschiedlichsten Interpreten wie Cab Calloway, Woody Guthrie, Wilson Pickett, Taj Mahal, den Grateful Dead oder Nick Cave (um nur einige wenige zu nennen) neu eingespielt, die Fassung von Mississippi John Hurt gilt als „definitive version“. Bereits die wenigen Aufnahmen vom Ende der Zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts zeigen Hurt als absolutes Ausnahmetalent, niemand sonst spielte zu der Zeit die akustische Gitarre mit einem exzellenten, synkopischen Picking wie er, gepaart mit diesem völlig tiefenentspannten, für ihn typischen Gesang ragte er damit aus dem Gros der anderweitig sicher alles andere als untalentierten Blues-Urväter heraus.
Das Gitarrenspiel brachte sich Hurt im Alter von neun Jahren selbst bei, in seiner Jugend spielte er Old-Time Folk Music auf Tanzveranstaltungen und im privaten Rahmen, ab und an begleitet von zwei weißen Mitmusikern an Fiddle und Gitarre, von denen ihm der Geiger zu seinen ersten Plattenaufnahmen in Memphis im Februar 1928 und später im Dezember im fernen und kalten New York verhalf, eine vom Heimweh geprägte Erfahrung im weihnachtlichen Big Apple, die John Hurt zum „Avalon Blues“ inspirierte, davon wird noch die Rede sein. Seinen Lebensunterhalt verdiente sich Hurt als Pächter einer Farm, dabei blieb es bis auf weiteres auch nach seinen ersten Plattenaufnahmen, die in den späten Zwanzigern alle floppten, rare 78-rpm-Schellacks, von Okeh Records veröffentlicht und vertrieben, einem auf den afroamerikanischen Markt spezialisierten Race-Records-Label.

Ab 1952 erfreute sich die Musik von Mississippi John Hurt wieder eines gesteigerten Interesses, ausgelöst durch die „Anthology Of American Folk Music“, einer Sammlung von sechs Alben mit historischen Folk-, Blues- und Country-Aufnahmen, die in den Jahren 1927 bis 1933 entstanden und vom experimentellen Filmemacher Harry Smith aus seinem privaten Schellack-Fundus zusammengestellt und beim renommierten New Yorker Folkways Label von Moe Asch veröffentlicht wurden. Die Compilation gilt gleichermaßen als Auslöser, Bibel und Meilenstein des amerikanischen Folk Revivals in den Fünfzigern und Sechzigern, Mississippi John Hurt war darauf mit den beiden Nummern „Frankie“ und „Spike Driver Blues“ vertreten, neben bekannteren und zum Teil heute auch völlig vergessenen Musikern wie der Carter Family, Furry Lewis, den Alabama Sacred Harp Singers, Blind Willie Johnson und vielen anderen.

1963 entdeckte der Musikwissenschaftler Dick Spottswood eine Kopie des „Avalon Blues“, was ihn und die beiden Folk-Forscher Tom Hoskins und Mike Stewart nach jenem ominösen Avalon in den Atlanten suchen ließ, das ein vom Heimweh geplagter armer Farmer namens John Hurt auf einer geborgten Gitarre begleitet als seine Heimstatt besang, „always on my mind“, dummerweise war dieser Ort auf den aktuellen Mississippi-Landkarten nicht zu finden. Ein historischer Atlas aus dem Jahr 1878 gab schließlich Hinweis auf ein entsprechendes Nest irgendwo zwischen Greenwood und Grenada, was Hoskins und Stewart die Koffer plus Aufnahmegerät packen und Richtung Süden aufbrechen ließ, den Ort Avalon gab es tatsächlich noch in Form eines Country Stores, in dem die beiden bei ihrer Ankunft ein paar Laden-Rumlungerer fragten, ob sie je von einem Mississsippi John Hurt gehört hätten, worauf einer der Hang-Arounds prompt mit der Adresse des Gesuchten herausrückte: „A mile down that road, third mailbox up the hill. Can’t miss it“, und der erste, vom unerwarteten Auftauchen der Weißen verschreckte Traktor-Fahrer, den sie dort antrafen, war dann prompt der legendäre Blues-Musiker – wie sagt der Amerikaner in so einem Fall immer so schön: It seemed like a million-to-one shot had just paid off.

Der Rest ist Geschichte: Hoskins überredete Hurt zu neuen Aufnahmen, nachdem er sich davon überzeugte, dass der Musiker nach wie vor über diese außergewöhnlichen Fähigkeiten an der Gitarre verfügte, Mississippi John Hurt nahm ab 1963 unter professionellen Bedingungen neues Material und Interpretationen seiner frühen Blues-, Country-, Folk- und Gospel-Songs für das von Dick Spottswood gegründete Indie-Label Piedmont Records, das Vanguard-Label und die Library Of Congress auf, grandiose Auftritte beim berühmten Newport Folk Festival, seinem Ableger in Philadelphia und in der Johnny-Carson-Show ließen zahlreiche Konzerte in Coffee Houses und Universitäts-Hallen folgen und machten den sanften kleinen Mann mit der weichen Stimme und dem sensationellen Saiten-Anschlag im Zuge des Folk-Revivals im gesetzten Alter von 71 Jahren zum Star und zur lebenden Legende des Folk-Blues.

Allzu lange konnte sich der Ausnahme-Musiker leider nicht mehr an seinem späten Ruhm erfreuen. Am 2. November 1966 haben ihn die Engel an die Pforten des himmlischen Avalon geleitet, der großartige Mississippi John Hurt, einer der begnadetsten Musiker, der je über diese Erde wandelte, ist an dem Tag im Alter von 74 Jahren im Krankenhaus seines heimatlichen Grenada County einem Herzinfarkt erlegen.
Sein Widerhall in der nachkommenden Musikwelt ist bis heute kaum zu ermessen, Einflüsse seines Stils finden sich im Blues, Folk, Swing, Country, Bluegrass und Rock ’n‘ Roll, seine Songs wurden von Größen wie Jerry Garcia und den Grateful Dead, Gillian Welch, Rory Block, Doc Watson und Bob Dylan gecovert, American-Primitive-Guitar-Meister John Fahey widmete ihm das „Requiem For Mississippi John Hurt“.

2001 erschien beim traditionsreichen New Yorker Folk- und Jazz-Label Vanguard Records der Sampler „Avalon Blues: A Tribute To The Music Of Mississippi John Hurt“, eine würdige Verneigung nachgeborener Musiker_Innen vor dem Werk der Country-Blues-Legende, unter Federführung von Folk-Rocker Peter Case interpretierten Größen wie Steve Earle, Taj Mahal, Gillian Welch und John Hiatt nebst weiteren eine Auswahl an John-Hurt-Songs, die herausragende, mit Abstand ergreifendste Arbeit der Sammlung steuerte Alternative-Country-Ikone und Grande Dame des Genres Lucinda Williams mit ihrer Version von „Angels Laid Him Away/Louis Collins“ bei. Bereits 1979 glänzte sie auf ihrem Debüt-Album „Ramblin'“ mit dem Traditional „Make Me A Pallet On The Floor“, das Mississippi John Hurt ein halbes Jahrhundert zuvor erstmals einspielte und das auf jeder halbwegs vernünftigen Best-Of-Sammlung des Musikers enthalten ist.

Mit der Empfehlung beziehungsweise dem Erwerb einzelner Tonträger von Mississippi John Hurt kann man im Grunde nicht daneben greifen, nachdem der aufgezeichnete Output des Musikers letztendlich überschaubar ist, liegt man weder bei der exzellenten Vanguard-Zusammenstellung „Rediscovered“ (1998) falsch noch bei der im letzten Jahr erschienenen Sony-Legacy-Sammlung „American Epic: The Best Of Mississippi John Hurt“ mit allen erhaltenen, historischen, restaurierten Aufnahmen aus dem Jahr 1928, genauso wenig wie mit regulären Veröffentlichungen wie „Today!“ (1966), „Worried Blues“ (1964), der Library-Of-Congress-Serie oder letztendlich jeder einigermaßen sorgfältig zusammengestellten Best-Of-Compilation: Wo Mississippi John Hurt draufsteht, ist pures Gold drin.

Zum Schluss ein historisches Gusto-Stück der Fernseh-Geschichte: Episode 36 aus Pete Seegers TV-Show „Rainbow Quest“, unter anderem mit dem grandiosen Mississippi John Hurt als Gast:

Reingehört (281): Son Volt, Gurf Morlix

THE HANDSOME FAMILY @ Ampere München 2015-09-29 (11)

Son Volt – Notes Of Blue (2017, Thirty Tigers Records/Transmit Sound)

Während Jeff Tweedy mit Wilco nach dem Uncle-Tupelo-Split den ureigenen, von der dahingeschiedenen Band maßgeblich geprägten No-Depression-/Alternative-Country-Sound in Form von unüberhörbaren Beatles-Reminiszenzen, Psychedelic-Gefrickel, Alternative-, Experimental- und Kraut-Rock in unterschiedlichste Richtungen und in leider zuletzt schwer schwankender Qualität weiterentwickelte, blieb Jay Farrar, der andere Uncle-Tupelo-Mitbegründer und -Songschreiber, mit seiner Nachfolge-Band Son Volt dem Klangbild der ehemals gemeinsam betriebenen Band weitgehend treu, 1995 platzierte er mit „Trace“ (Warner Bros.) einen allseits hochgelobten Meilenstein in der Welt des Alternative-Country-Genres, in den folgenden Jahrzehnten hat sich an der Qualität des beseelten Americana-Sounds der Band nichts Grundlegendes geändert, Alben wie „Okemah And The Melody Of Riot“ (2005, Transmit Sounds) oder „American Central Dust“ (2009, Rounder) zeugten von unverminderter Songwriter-Intensität.
So auch auf dem Mitte Februar erschienenen, jüngsten Werk „Notes Of Blue“, Jay Farrars großartig warme, voluminöse, mit dezentem Country-Schmelz permanent ins Melancholische neigende Stimme bildet die homogene Klammer um eine eindringliche Songsammlung aus schmerzhaften Alternative-Country-Balladen, beherzten Folk-Rockern, entspanntem Country-Slidegitarren-Folk und einigen vehementen, durch verzerrte Stromgitarre dominierte, Blues-lastige Indie-Rocker, wie sie in der Form bisher bei Son Volt weitgehend die Ausnahme waren. Eine grundsolide, geerdete, den instrumentalen Beigaben Raum gebende Produktion tut das Übrige zu dieser ausgewogenen Präsentation des Songwriter-Talents Farrars, der zwar nie so wie ex-Kollege Tweedy auf der ganz großen Bühne des Business ankam, dafür aber auch noch nie Fuß-einschläfernde, halbgare Belanglosigkeiten wie den letzten Wilco-Auswurf „Schmilco“ unter’s Volk brachte – in the long run dann wahrscheinlich doch die genehmere Variante…
(**** ½ – *****)

Gurf Morlix – The Soul & The Heal (2017, Rootball)

Der gute alte Gurf Morlix. Ab 1985 für mehr als 10 Jahre Musikant in der Band von Alternative-Country-Queen Lucinda Williams, Produzent mehrerer ihrer Alben, er hatte auch maßgeblich die Finger im Spiel beim Entstehungsprozess des geschätzten Williams-Highlights „Car Wheels On A Gravel Road“ (1998, Mercury), ehe gegen Ende des Feinschliffs zum Meilenstein im Studio die Fetzen flogen und die bis dahin gedeihliche Zusammenarbeit ein jähes Ende fand.
Daneben und danach betreute er feine Arbeiten von Songwriter-KollegInnen wie Mary Gauthier, Butch Hancock, Dave Alvin oder Ray Willie Hubbard und veröffentlichte seit der Jahrtausendwende in schöner Regelmäßigkeit eigene Alben wie das wunderbare „Diamonds To Dust“ (2007, Blue Rose/Blue Corn Music) oder das Tribute „Blaze Foley’s 113th Wet Dream“ (2011, Gurf Morlix) mit 15 Coverversionen des 1989 verschiedenen Country-Musikers, über den Weggefährte Townes Van Zandt einst den schönen Satz sprach, er wäre nur einmal in seinem Leben ausgetickt und habe sich dann entschieden, in diesem Zustand zu bleiben.
Auf „The Soul & The Heal“ erzählt, singt und grollt Morlix lakonisch zehn neue, nachdenkliche Geschichten mit seinem markanten, dunklen Organ, die Songs sind durch die Bank im getragenen Americana-/No-Depression-Sound angelegt, Do-it-yourself im heimischen Rootball-Studio in kargem, Zierrat-freiem Klang und gespenstisch-dunkler Southern-Gothic-Grundstimmung eingespielt, viel stilistische Bewegung findet auf dem Tonträger nicht statt zwischen Country-Folk und Songwriter-Blues, aber der Mann ist unüberhörbar ganz bei sich, und somit geht die Rechnung unterm Strich für diese Nummer wunderbar auf.
(**** ½)

Reingehört (133)

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Sioux Falls – Rot Forever (2016, Broken World Media)
Kommen aus Portland, haben ihre Band vermutlich nach der größten Stadt in South Dakota benannt, die Herren Isaac Eiger, Fred Nixon und Ben Scott, und bringen nach der inzwischen vergriffenen 2014er-LP ‚Lights Off For Danger‘ und einer folgenden Split-EP nun im neuen Jahr ein opulentes Paket in Form eines 72-Minuten-Doppelalbums unter die Leute. Lässt sich gut hören, der euphorische Indie-Rock-Ansatz, der recht angenehm an diesen beherzten Springsteen-/Clash-Geist der ersten beiden Gaslight-Anthem-Alben denken lässt, die oft sechs- bis acht-minütigen Songs sprühen vor Ideen, die Melodien sind griffig, der Gitarrenanschlag ist auf respektablem Built-To-Spill-Niveau, allzu viel Alternative-Rock-Wohlklang wird sporadisch mit brachialem Hardcore-Gebrüll durchpflügt – ein ambitioniertes, in seinen besten Momenten hypnotisierendes und aufwühlendes Album, welches das Rad sicher nicht neu erfindet, aber auch ohne diesen Anspruch ganz munter vor sich hinrollt.
(****)

V.A. – God Don’t Never Change: The Songs Of Blind Willie Johnson (2016, Alligator / in-akustik)
Eine illustere Schar von Tonkünstlern hat sich versammelt, um dem 1945 in Texas im Alter von 48 Jahren dahingeschiedenen musikalischen Ahnherrn Blind Willie Johnson Tribut zu zollen. Der bibelfeste und tiefreligiöse Johnson war im Blues wie in der Gospelmusik gleichermaßen bewandert, in den Jahren 1927 bis 1930 hat er für Columbia Records eine Handvoll Singles eingespielt, die fester Bestandteil des 20er-Jahre-Spirituals-/Country-Blues-Kanons sind, „Dark Was The Night, Cold Was The Ground“ wurde später von Ry Cooder als Vorlage für seinen „Paris,Texas“-Soundtrack verwendet, „John The Revelator“ erfuhr zahlreiche Interpretationen, versierte Musiker wie Nick Cave, Frank Black, Hugo Race oder A. A. Bondy zollten dem Stück auch in jüngster Vergangenheit Tribut.
Auf ‚God Don’t Never Change‘ ist das Niveau der Neueinspielungen auf erfreulich hohem Niveau, die verzichtbaren Anstrengungen von Skinhead O’Connor und der arg zum Soul-Mainstream tendierende Wurf der Blind Boys Of Alabama sind lässliche Sünden, ein gestandener Blues-Gröhler und Erweckungsprediger wie Tom Waits und Alternative-Country-Queen Lucinda Williams dürfen jeweils zweimal ran, beide liefern erwartet solide Klangkunst, Frau Williams hat bereits 2003 auf ihrem Beitrag zum Vanguard-Tribute ‚Avalon Blues‘ für den großartigen Mississippi John Hurt eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass ihr das Material der großen Vorbilder vertraut ist, im vorliegenden Album hinterlässt sie vor allem bei der bekannten Johnson-Nummer „Nobody’s Fault But Mine“ einen exzellenten Eindruck.
Maria McKee und North-Mississippi-Allstar Luther Dickinson liefern solide Kost in Sachen Johnson-Reminiszenz, für die Highlights des Albums sorgen die jeweiligen Interpretation von Susan Tedeschi im Verbund mit ihrem Slide-Gitarren-Göttergatten Derek Trucks, die hier absolut würdevoll und stilistisch formvollendet ein tief empfundenes „Keep Your Lamp Trimmed And Burning“ singt, Rickie Lee Jones mit einer düsteren „Dark Was The Night…“-Version, mit ihrer für den Blues wie geschaffenen, ureigenen Lässigkeit, und die Cowboy Junkies mit einer in Punkto intensiv-brachialem Vortrag völlig positiv-überraschenden Margo Timmins beim Vortrag des Spirituals „Jesus Is Coming Soon“. Produziert hat ein gewisser Jeffrey Gaskill, der hat sich in Sachen Tribute schon mal bei ‚Gotta Serve Somebody: The Gospel Songs Of Bob Dylan‘ (2003, Sony / Columbia) verdient gemacht. Bye And Bye I’m Going To See The King…
(**** ½)