Museo Ebraico di Roma

Stolpersteine (3) / Rom

Im ehemaligen jüdischen Ghetto in Rom in der Gegend um die Via Arenula liegen zahlreiche Stolpersteine vor den jeweiligen Häusern zur Erinnerung an ihre ehemalige Bewohner, die während der deutschen Besatzung von der Gestapo 1943 – viele davon am 16. Oktober – in die Konzentrationslager der Nationalsozialisten unter dem Schweigen von Papst Pius XII. deportiert wurden. Von den 2091 deportierten römischen Juden haben lediglich 16 Männer und eine Frau die Hölle der KZs überlebt.

Inzwischen leben wieder circa 500 jüdische Familien im ehemaligen Ghetto, zahlreiche koschere Lokale und eine jüdische Schule haben sich an der Via del Portico angesiedelt. Die Synagoge, die Johannes Paul II. 1986 als erster Papst besuchte, sowie das Museo Ebraico di Roma sind ebenfalls im Viertel beheimatet.

Der Initiator der Münchner Stolperstein-Initiative, Terry Swartzberg, gab vor einigen Tagen ein lesenswertes Interview im Münchner Merkur zur sehr speziellen Stolperstein-Problematik in der bayerischen Landeshauptstadt.

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