Spitzenprodukte der Popularmusik

Spitzenprodukte der Popularmusik (7)

„Am 2. September 1975 öffnete ich die Tür zum Electric-Ladyland-Studio. Auf der Treppe musste ich an den Abend denken, an dem Jimi Hendrix für einen Moment stehen geblieben war, um sich mit einem schüchternen jungen Mädchen zu unterhalten. Ich betrat das Studio A. John Cale, unser Produzent, saß am Mischpult, und im Aufnahmeraum bauten Lenny, Richard, Ivan und Jay Dee ihr Equipment auf.
Die nächsten fünf Wochen waren wir mit der Aufnahme und dem Abmischen von Horses, meinem ersten Album, beschäftigt. Jimi Hendrix war nie zurückgekehrt, um seine neue Musiksprache zu schaffen, doch sein Studio war uns geblieben, und seine großen Hoffnungen für die Zukunft der Stimme unserer Kultur waren noch überall spürbar. Diese Dinge trieben mich um, als ich in die Vocal Booth trat: Meine Dankbarkeit für den Rock ’n‘ Roll, der mir durch schwierige Jahre meiner Jugend geholfen hatte. Die Freude, die ich beim Tanzen empfand, die moralische Kraft, die ich daraus zog, eigenverantwortlich für mich und mein Tun zu sein.
All das findet sich in Horses wieder, aber auch unsere Verbeugung vor denen, die uns den Weg bereitet haben. In Birdland warten wir mit dem jungen Peter Reich darauf, dass sein Vater Wilhelm Reich vom Himmel herabsteigt, um ihn holen zu kommen. In Break It Up erzählen Tom Verlaine und ich von einem Traum, in dem Jim Morrison wie Prometheus gefesselt ist und sich plötzlich losreißt. Land verschränkt die Wild-Boys-Bildwelt mit den Stationen von Hendrix‘ sterben. In Elegie sind sie alle versammelt: gegenwärtig, gestern, heute, morgen, alle, die wir verloren hatten oder zuletzt endgültig verlieren würden.“
(Patti Smith, Just Kids, Gemeinsam getrennter Wege)

Patti Smith – Horses (1975, Arista)
Eines der besten Debüt-Alben ever und ein – selbst wenn diese Bezeichnung inzwischen recht abgedroschen klingt – Meilenstein der Rockmusik, auch wenn die Scheibe vor allem als eines der Hauptwerke und einer der wichtigsten Einflüsse der New Yorker Punk-Szene gilt, ist sie doch so viel mehr als „nur“ ein Punkrock-Klassiker: das erste Album aus dem Umfeld des New Yorker CBGB’s-Clubs, die Platte, die das Bild der Frau in der Rockmusik grundlegend änderte und somit für den Feminismus vermutlich mehr tat als alle Emma-Artikel der Steuerhinterzieherin Alice Schwarzer zusammen – eigentlich mit einem herkömmlichen Rock-’n‘-Roll-Artefakt nicht mehr zu vergleichen, da in diesen knapp 44 Minuten so unglaublich viel an Poesie, Beschwörung, Energieausbrüchen, emotionalem Selbstbewusstsein, aggressiver Direktheit, Schamanismus und Verarbeiten der eigenen Biografie inklusive existentieller (Drogen)erfahrungen und literarischer Obsessionen passiert, in ihrer von jeglichem Bombast der 70er-Jahre befreiten Musik war „Horses“ zu der Zeit wesentlich mehr die Zukunft des Rock ’n‘ Roll als der von Jon Landau so titulierte und wie Patti Smith aus New Jersey stammende Bruce Springsteen mit seinen zugegebenermaßen auch sehr respektablen Frühwerken oder die einfach etwas flotter angeschlagene Spielart der Sex Pistols ein paar Jahre später – und ohne jeden Zweifel mit die wichtigste Produktionsarbeit des genialen John Cale.

„Die Aufnahmen zu Pattis erstem Album ‚Horses‘ im August und September wurden zu einem Machtkampf von John Cale und Patti. Nach ihrem Engagement im CBGB’s fand Patti, ihre Lieder seien soweit, aufgenommen zu werden, aber Cale war anderer Meinung. Er brachte die Band dazu, all ihr Material neu zu überdenken (…) Cale erkannte, dass es seine Hauptaufgabe war, eine Dichterin in eine Sängerin zu verwandeln.
„Es war nicht klar, welchen Charakter das Album haben würde, bis ich sie gegen sich selbst improvisieren ließ“, sagte John Cale.“
(Victor Bockris, Patti Smith, Die unautorisierte Biographie, Horses 1975)

Der Opener „Gloria“ beginnt mit der gotteslästerlichen Textzeile „Jesus died for somebody’s sins, but not mine“ und geht im zweiten Teil energiegeladen und extrovertiert in Van Morrison’s Them-Klassiker über. Von der ersten Minute an verfällt der Hörer dem Sog der nervösen, treibenden Interpretation und dem unfrisierten, hämmernden, an Velvet Underground gemahnenden Sound, um sich im folgenden Stück, der Reggae-Rock-Nummer „Redondo Beach“ über den kalifornischen Strand am Ende der Santa Monica Bay eine kurze Verschnaufpause zu gönnen, bevor es in der neunminütigen Tour-de-Force-Sprechgesang-Ballade „Birdland“, die auf den Erinnerungen an den Psychoanalytiker Wilhelm Reich seines Sohnes Peter basiert, erstmals in Richtung intensive Spoken-Word-Beschwörung gipfelt. Seite Eins beschließt mit dem heimlichen Hit der Kult-Scheibe, „Free Money“, in seiner ungebremsten Energie und dem euphorischen Vortrag bereits 1975 ein Prototyp für den Indie-/Alternative-Rock der späteren Jahrzehnte und ein Song für die Ewigkeit, der auch nach vierzig Jahren nichts von seiner ungebändigten Frische eingebüßt hat.
Die B-Seite des Longplayers eröffnet mit „Kimberley“, einem schleichenden Midtempo-Grove, inspiriert von Pattis jüngerer Schwester, „Break It Up“ ist ein schwerer Glam-Rocker, der von der Befreiung Jim Morrisons von seinen irdischen Fesseln handelt und auf eine Traum Patti Smith‘ basiert („Ich stand da, war ein kleiner Junge oder ein Kind und schrie „Break it up, break it up“ und schließlich zerbrach er seine Flügel und war frei, und er flog davon. Ich wachte auf, setzte mich mit Tom Verlaine zusammen und schrieb den Song.“). Das über neunminütige „Land“ mit seinen drei Teilen „Horses“, „Land of a Thousand Dances“ und „La Mer(de)“ bietet neben „Birdland“ ein weiteres hypnotisches, beschwörendes, ekstatisches Abtauchen in William-Burroughs-/Wild-Boys-Fantasien, Drogen-Assoziationen und Reminiszenzen an den französischen ‚Poète maudit‘ Arthur Rimbaud.
Die „Elegie“ auf Jimi Hendrix beschließt das Album mit einem kurzen Stück voll desolater Melancholie und einer Stimme, die sich permanent am Rand kurz vor dem Abkippen in die völlige Verzweiflung bewegt – „Well it’s sad and it’s much too bad, that our friends can’t be with us today“.

Die CD-Ausgabe enthält als Bonustrack eine entfesselte Live-Version des The-Who-Protopunk-Klassikers „My Generation“ mit John Cale am Bass.

Die „30th Anniversary Edition“ bietet eine zweite CD mit den Live-Versionen der Stücke von ‚Horses‘, mitgeschnitten am 25. Juni 2005 in der Royal Festival Hall beim Meltdown Festival in London, mit Smith‘ Langzeitspezi Tom Verlaine an der Gitarre und Flea von den Red Hot Chilli Peppers am Bass.

Das Original-Album wurde innerhalb weniger Wochen im Herbst 1975 in den New Yorker Electric Lady Studios im Greenwich Village in folgender Besetzung eingespielt:
Patti Smith – Vocals, Guitar
Jay Dee Daugherty – Drums, Consultant
Lenny Kaye – Guitar, Bass Guitar, Vocals
Ivan Kral – Bass Guitar, Guitar, Vocals
Richard Sohl – Keyboards
Zudem halfen die Smith-Vertrauten Tom Verlaine von Television und der Blue-Öyster-Cult-Gitarrist Allen Lanier als zusätzliche Musiker aus. Das wunderbare Schwarz-Weiß-Bild des Covers stammt von Patti Smith‘ altem New Yorker Weggefährten Robert Mapplethorpe, der mit den Fotoarbeiten zum Album seinen Ruf als Weltklasse-Fotograf begründete.

Die Platte verkaufte sich in den ersten Monaten nach Veröffentlichung mehr als 200.000 Mal und erreichte Platz 47 in den US Billboard Charts, was seinerzeit für ein Underground-Album weit jenseits des Mainstreams mehr als ein Achtungserfolg war. Die US-amerikanische Presse feierte die Platte zurecht überschwänglich, vom ‚Rolling Stone‘ bis zur ‚New York Times‘ erkannte nahezu jeder Rezensent die Wichtigkeit und Klasse dieser Jahrhundert-Aufnahme.

„Das ist kein Album des gesprochenen Wortes, und selbst wenn man kein Wort Englisch versteht, kann man die emotionale Kraft von Pattis Musik nicht überhören. ‚Horses‘ ist ein gebieterisches Album, kein forderndes: Man muss keine Anstrengungen unternehmen, es zu verstehen oder zu mögen, aber man kann es auch nicht ignorieren. Es lehnt ab, Hintergrundmusik zu sein, es hält die Aktivität in einem Zimmer an, wenn es läuft, und es hinterlässt seine Wirkung, ob man es mag oder nicht.“
(Lester Bangs)

Selbstredend ist ‚Horses‘ ein gewichtiger Favorit in den Top-irgendwas-Auflistungen dieser Welt:
Nr. 44 in der Rolling-Stone-Liste „500 Greatest Albums Of All Time“.
New Musical Express: Nr. 1 in der Liste „20 Near-as-Damn-It Perfect Initial Efforts“.
Time Magazine: „Horses is one of the All-Time 100 Greatest Albums“.
Library Of Congress: 2009 Eintrag im National Recording Registry – „culturally, historically, or aesthetically significant.“

Patti Smith hat in der Nachfolge zu ‚Horses‘ mit ‚Radio Ethiopia‘ (1976), ‚Easter‘ (1978), ‚Wave‘ (1979), ‚Gone Again‘ (1996) und ‚Gung Ho‘ (2000, alle: Arista) weitere hervorragende Tonträger veröffentlicht, nie mehr jedoch sollte sie die Intensität, den beschwörenden Rausch und die genial-euphorische Energie ihrer ersten Aufnahmen erreichen.

Richard Sohl ist 1990 im Alter von nur 37 Jahren in New York an den Folgen einer Herzattacke gestorben. Robert Mapplethorpe verstarb bereits ein Jahr zuvor im Alter von 42 Jahren in Boston an den Folgen seiner AIDS-Erkrankung. Ihrem Andenken ist dieser Beitrag gewidmet.

In den nächsten Wochen zelebriert Patti Smith und ihre Band ‚Horses‘ konzertant zur Gänze zu folgenden Terminen:

12.07. Lörrach / Burghof (sold out)
13.07. München / Tollwood-Festival
14.07. Wien / Arena
16.07. Singen / Hohentwiel Festival
21.07. Karlsruhe / Zeltival (sold out)
22.07. Winterbach / Zeltspektakel
07.08. Luhmühlen / A Summer’s Tale Festival
08.08. Dresden / Junge Garde
11.08. Berlin / Tempodrom (sold out)

Spitzenprodukte der Popularmusik (6)

„Geliebter Herr“, schleimte der Teufel, „fünf Wunder hast du vollbracht, aber fehlt nicht noch ein Wesen, nach deinem Ebenbild gemacht?“
„Das mach‘ dir selbst!“ sprach der liebe Gott, „ich bin müde, ich will schlafen!“
Und so hat am sechsten Tag der Teufel den Menschen erschaffen.
(Ludwig Hirsch, Im Anfang)

1998 haben die großen Unbekannten der amerikanischen Experimental- und Avantgarde-Musik, die kalifornischen Residents, ein Konzept-Album über die Bibel mit dem Titel „Wormwood: Curious Stories from the Bible“ veröffentlicht. Die Band überzeugte in früheren Jahren mit konzeptionellen Werken wie „The Third Reich ’n‘ Roll“ (1976) oder der hörenswerten Arbeit über die Inuit, „Eskimo“ von 1979 (alle: Ralph Records), mit „Wormwood“ taten sie sich und den Hörern keinen großen Gefallen, schwerfälliges, uninspiriertes Musiktheater, das vor allem auch auf der Bühne nicht funktionierte, wie ich damals recht angeranzt in der Münchner Muffathalle feststellen musste, lediglich der Klassiker „Old Time Religion“ als Abschlussnummer konnte das Publikum für das lange Ausharren entschädigen.

Einer, der das Thema Bibel-Konzept-Album wesentlich souveräner und mit weitaus erfreulicherem Ergebnis bereits im Jahr 1982 umsetzte, war der in der Steiermark geborene und in Wien aufgewachsene österreichische Liedermacher und Schauspieler Ludwig Hirsch. Mit seinem Album „Bis zum Himmel hoch“ gelang ihm ein ganz großer Wurf.
Ein Kriterium der Kolumne „Spitzenprodukte der Popularmusik“ ist, dass auf einem besprochenen Werk kein falscher Ton auftaucht und ein weiteres, dass ein Werk auch nach vielen Jahren nichts von seiner musikalischen und/oder inhaltlichen Kraft verloren hat, beides trifft für diese erhebende Platte ohne jede Einschränkung zu.
Wie bereits auf seinen Vorgängeralben „Dunkelgraue Lieder“ (1978), „Komm, großer schwarzer Vogel“ (1979) und „Zartbitter“ (1980) sind Hirschs Texte in ihrer hintersinnigen, kritischen und makaber-morbiden Art die besondere Würze der Platte, in seiner boshaften und doch auch mitfühlenden Art seziert er Bibelthemen aus dem alten Testament von der Genesis bis zum Turmbau von Babel und gibt den Geschichten eine ganz neue, überraschende Wendung, die Gläubige genauso wie Atheisten begeistern dürfte. Gleich zwei Stücke, „Papa, geliebter Papa“ und „Abel 82“, widmen sich dem Kain-und-Abel-Thema, beide auf absolut ergreifende und beklemmende Art, mustergültige Beispiele dafür, was deutschsprachige Liedermacherei an Großem zu schaffen vermag. Musikalisch bewegt sich das Werk zwischen Hirsch-typischem Chanson und – was Wunder – hymnischen, Kirchenmusik-artigen Chören. Unterstützt wird Ludwig Hirsch unter anderem von Herman van Veen, zahlreichen klassischen Musikern, dem Bergedorfer Kinderchor und asiatischen Field Recordings. 1982 erstmals erschienen, wurde „Bis zum Himmel hoch“ von Amadeo/Universal Records 2008 dankenswerter Weise auf CD wiederveröffentlicht.

Gefragt nach seinen musikalischen Einflüssen, antwortete Hirsch in einem Interview: „Vorbilder im eigentlichen Sinn hab ich keine. Ich mag Pink Floyd, Leonard Cohen und im Prinzip alle, die etwas zu sagen haben.“
Zu denen, die etwas zu sagen hatten, hat Ludwig Hirsch zweifelsohne selbst gehört.

Am 24. November 2011 hat sich Ludwig Hirsch im Wiener Wilhelminenspital aus einem Fenster gestürzt. Es wurde seinerzeit kolportiert, dass der 65-Jährige an Krebs erkrankt sei. Ein tragisches und auch spektakuläres Ende für einen Künstler, der selbst die leisen und nachdenklichen Töne pflegte.

(******)

Da fiel mein Turm in sich zusammen, und alle Kinder der Welt waren wieder, wie auf einen Schlag, über die ganze Erde zerstreut, und keiner verstand mehr die Sprache des anderen. (…)
Und an diesem Nachmittag beschloss der Franz, nicht Verhaltensforscher, sondern Ziegelhersteller, der Jakob nicht mehr Astronaut, sondern Technischer Zeichner zu werden, der Thomas beschloss, Architektur zu studieren, die kleine Hildi wollte sowieso immer Maurer lernen, und ich beschloss, ganz einfach Träumeerzähler zu werden.
Und wir schworen uns hoch und heilig: „Bald, sehr bald bauen wir einen Turm. Einen Turm, bis zum Himmel hoch!“
(Ludwig Hirsch, Der Turm (Für meinen Sohn Moritz))

Spitzenprodukte der Popularmusik (5)

„Music For Crying In Your Beer In A South Of The Border Tex-Mex Cantina“
(Willard’s Wormholes)

Willie Nelson – Teatro (1998, Island Records)
Der Ober-Outlaw der amerikanischen Country-Musik Willie Nelson hat unbestritten einiges an herausragendem Material in Sachen amerikanischer Volksmusik auf den Markt gebracht, allem voran das epochale Konzept-Album „Red Headed Stranger“ aus dem Jahr 1975 (Platz 184 in der Rolling-Stone-Liste „500 Greatest Albums Of All Times“), hinsichtlich sparsamer, rauher, melancholischer und atmosphärischer Dichte und herzergreifendem Pathos reicht jedoch keine seiner Aufnahmen an die grandiose „Teatro“-Platte von 1998 heran, ein Werk, dass ich nur in höchsten Tönen loben und preisen kann.

Live eingespielt in einem alten Kino in Oxnard, Kalifornien, meisterlich dirigiert von der kanadischen Produzenten-Granate Daniel Lanois, dessen wunderschöne Ballade „The Maker“ Nelson auf diesem Album kongenial interpretiert und von der unangefochtenen Country-Königin Emmylou Harris auf das Vortrefflichste im Harmonie-Gesang unterstützt, zündet der alte Willie auf „Teatro“ ein Feuerwerk an exzellenten Tex-Mex-Balladen, ausgereiften Country-Schleichern und ergreifenden Piano-Only-American-Songbook-Stücken. Der Großteil der Songs stammt aus der Feder Nelsons, die Stücke „Darkness on the Face of the Earth“, „My Own Peculiar Way“, „Home Motel“, „I Just Can’t Let You Say Goodbye“, „I’ve Just Destroyed the World“ und „Three Days“ wurden von ihm erstmals im Original in den sechziger Jahren aufgenommen und erhalten hier einen herrlichen, neuen Anstrich.

Fünfzig Minuten, die zeigen, dass Willie Nelson auch im Alternative Country ein gewichtiges Wort mitzureden hat. Eine dringende Empfehlung vor allem auch für Hörer, die ansonsten mit dem Output des alten Kiffers wenig bis nichts am Cowboy-Hut haben.
(******)


Willie Nelson / wikipedia