Di Farykte Kapelle @ KAP37, München, 2016-04-21

Di Farykte Kapelle KAP37 München 2016-04-21 --- DSC02242

„Eine mitreißende Live Band mit dem leidenschaftlichen Sänger und Bläservirtuosen Freddy Engel – mit heißem Groove, Intensität und Lust auf Freiheit – querfeldein from East South West, Orient via Bavaria to Okzident…
Di Farykte Kapelle spielt eine leidenschaftliche, mal zärtliche, mal furios wilde Musik aus Zirkus, Orient, Klezmer, Balkan und zelebriert das große, bittere, süße und verrückte Theater des Lebens: Die Liebe, den Rausch, die Wut, die Freude, die Sinnlichkeit, die Tränen, das Trottoir und die Wunder der Welt.
Alte Songs mit neuen Texten, satirisch scharf und bitter süß für heiter verzweifeltes Gelächter.
Allez – volle Nacht voraus!!
Sie spielen für uns – farykt natürlich!“
(www.di-farykte-kapelle.com)

Bandleader Freddy Engel hat mit seinen beseelt-virtuosen Klarinetten-Einlagen im vergangenen Sommer bei seinem Gast-Auftritt mit der Band von Antun Opic im Hades bereits einen hervorragenden Eindruck hinterlassen, da war es höchste Zeit, den Ausnahmemusiker auch einmal im Zusammenspiel mit seiner Stammformation zu genießen, wiederholte Male hat das in der Vergangenheit wegen mangelnder Zeit nicht geklappt, aber wo ist einem Auftritt perfekter beizuwohnen als in der gemütlich-familiären Atmosphäre der SchaufensterKonzerte im KAP37?
Di Farykte Kapelle mit einem bestens aufgelegten Freddy Engel an Gesang, Klarinette und Saxophon, mit seiner nicht minder stark aufspielenden Frau Christl Wein-Engel am Akkordeon und dem am Kontrabass glänzenden Jürgen Junggeburth wurde an dem Abend vom Teufelsgeiger Winny Matthias als Gastmusiker unterstützt, der wie ein Derwisch von der ersten Minute an aufspielende Mann an der Violine lieferte sich packende musikalische Duelle mit dem berührenden Klarinettenspiel, die Zuhörer waren sich in etlichen Passagen nicht mehr sicher, wer der eigentliche Bandleader der Formation war.
Von Beginn an wurden die Konzertbesucher in einem wilden Ritt hineingezogen in eine wundersam-beschwingte Welt aus jiddisch besungenem Klezmer, Balkan-/Osteuropa-Folklore, Gypsy-Swing, Jazz, Tango, Partisanen- und Hochzeitsliedern, indisch anmutenden Ambient-Beigaben und Brecht-/Alabama-Song-Zitaten, die musikalische Bandbreite zwischen berührender, nachdenklich stimmender, melancholischer Ballade und furios – im wahrsten Sinne des Wortes – aufgeigender Tanzmusik trug den Geist an osteuropäische Zigeuner-Lagerfeuer, über die der schottische Songwriter Jackie Leven mal den schönen Satz „I need to sit round a fire at night with people who don’t ghive a flying shit about where I am the rest of my life!“ zum Besten gab…
Di Farykte Kapelle ist schon ein farykt-begnadeter Musikanten-Haufen, und man wäre selbst auch kaum ganz bei Trost, wenn man sich diesen Heidenspass nicht irgendwann mal angedeihen lässt.
Wie immer bei den vergangenen KAP37-SchaufensterKonzerte-Veranstaltungen war auch am vergangenen Donnerstag die musikalische Qualität der Darbietung eine absolut herausragende, insofern ist bereits jetzt die Vorfreude ungebremst auf den Auftritt des Münchner Nachwuchs-Songwriters Liann am 9. Juni.
(*****)

Di Farykte Kapelle ist in nächster Zeit zu folgenden Terminen zu bewundern:

01.05. Rosenheim, Vetternwirtschaft Rosenheim
03.06. Herrsching, KKA Künstlerkreis Ammersee
05.06. München, Gut Warnberg, Kunstausstellung
08.07. München, Tollwood-Festival, Andechser Lounge

Di Farykte Kapelle / Homepage

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