Reingehört (267): Scott H. Biram

scott

Foto © Courtesy of Susanna Lopez Blanco/Alivenkicking Photography

Scott H. Biram – The Bad Testament (2017, Bloodshot Records)

Muddy Roots at it’s best: Scott H. Biram, The Dirty Old One Man Band, Co-Star neben seinem Kumpel Konrad Wert/Possessed By Paul James in der herausragenden M.A. Littler-Doku „The Folk Singer. A Tale Of Men, Music & America“, Soundtracker zahlreicher Ami-TV-Serien, brilliert auf seinem neunten Album wie bereits auf früheren Veröffentlichungen mit einer Schicksals-schwangeren Mixtur aus Primitiv-Honky-Tonk-Country, Blues-Trash-Krachern, Gospel-Predigten und ergreifend-verzweifelten, schwer ans Herz gehenden Balladen, die in dieser in die Knie zwingenden Form außer ihm nur wenige wie etwa sein eingangs erwähnter Freund Konrad Wert oder der jüngst durch hiesige Lande ziehende Jonathon Linaberry/The Bones Of J.R. Jones auf dem Kasten haben. Thematisch ist das „Schlechte Testament“ irgendwo zwischen der Heiligen Schrift, exzessivem Kneipen-Besuch, den Fallstricken der Existenz und Runtergeleierter-Beichte-Absolution angesiedelt, also quasi dort, wo die Themen Birams eben immer angesiedelt sind. Finsterstes Amerika, Southern Gothic, der stimmige Klang zur literarischen Wucht von James-Lee-Burke- und Joe-R.-Lansdale-Romanen über die falsch gewählten Abzweigungen im Leben – auch das wie stets beim Scott in eine zupackende, geerdet-rohe, homogen-abwechslungsreiche Beschallung verpackt. Kommt im Februar.
(**** ½ – *****)

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