Soul Family Tree (20): B. B. King

Black Friday, heute mit einem Gastbeitrag von Stefan Haase über den legendären „King Of The Blues“:

Vor zwei Jahren starb die Blueslegende (Blues Boy) B.B. King. Grund genug, an ihn und an einige musikalische Höhepunkte seines reichen Lebens zu erinnern. Heute im Soul Family Tree gibt es ein Special und Tribute an einen der ganz Großen der Musik.

„When I sing, I play in my mind; the minute I stop singing orally, I start to sing by playing Lucille.“
(B.B. King)

Es schien fast so, dass seine Reise für immer weiter gehen würde und doch endete. Selbst im hohen Alter, wo er unter Diabetes litt, verbrachte er das halbe Jahr auf der Straße und stand auf den Bühnen der Welt. Er liebte, was er tat: Musik spielen und Fischen. B.B. King starb am 14. Mai 2015 in seinem Zuhause, in Las Vegas. Er wurde 89 Jahre alt.

Der König des Blues beeinflusste ganze Generationen von Musikern und gewann 15 Grammy Awards. Es ist unmöglich, sich vorzustellen, wie Jimi Hendrix, Buddy Guy, Eric Clapton, Peter Green, Albert King, Freddie King (beide nannten sich zudem King, um B.B. zu ehren), Stevie Ray Vaughan, Gary Moore oder Joe Bonamassa, um nur einige zu nennen, gespielt hätten, wenn es B.B. King nicht gegeben hätte.

Wenn wir über das musikalische Erbe von B.B. King sprechen, sollten wir nicht beginnen und enden mit „The Thrill Is Gone“. Er hat neben diesem Hit eine unermessliche Reihe von Songs aufgenommen in seiner sehr langen Karriere. Andere spielten schneller und härter, aber niemand spielte den Blues mit so viel Seele wie er. Er suchte nicht nach dem Blues, der Blues fand ihn.

B.B. King startete seine Karriere im Radio mit einem Gospelquartett in Mississippi. Bald schon zog er nach Memphis, Tennessee, wo er einen Job als Radiomoderator bekam und dadurch Zugang erhielt zu vielen weiteren Schallplatten. Er studierte die Blues- und Jazz- Gitarristen Django Reinhardt und T-Bone Walker und spielte live als „Beale Street Blues Boy“ später abgekürzt B.B. Durch seine Sendungen und Live-Auftritte hatte er sich schnell eine schwarze Zuhörerschaft aufgebaut und nahm 1951 seinen ersten R&B-Hit auf: „Three O´clock Blues“. In dieser Zeit entstanden eine ganze Reihe von großartigen Songs wie z.B. „Everyday I Have The Blues“.

„The thrill is gone.
The thrill is gone away from me.
Although I’ll still live on,
But so lonely I’ll be“…

Einige musikalische Höhepunkte seines Lebens kurz zusammen gefasst: 1968 nahm er das Album „Lucille“ auf. Es ist benannt nach seiner berühmten Gibson-Gitarre, zum damaligen Zeitpunkt war das Modell ES-355. Vielleicht einer seiner besten Live-Auftritte „Nobody Loves Me But Mother“ vom Album „Live In Kansas“ aus dem Jahre 1972. „Why I Sing The Blues“ kommt von einem Best-Of -Sampler aus dem Jahre 1983.

Eine neue Generation sprach er 1988 an, als er zusammen mit der irischen Band U2 für das Album „Rattle and Hum“ „When Love Comes To Town“ spielte, welches einen Grammy gewann. Wie er mit seinem Spiel dem Lied seinen Stempel aufdrückte, ist nach wie vor großes Kino. In 2010 spielte er zusammen mit Buddy Guy, u.a. in dem bewegenden Song „Stay Around A Little Longer“.

„I gave you a brand new Ford
But you said: “I want a Cadillac!”
I bought you a ten dollar dinner
and you said, “Thanks for the snack!”
I let you live in my pent house
you said it just a shack
I gave you seven children
and now you wanna give them back!“…
(B.B. King – „How Blue Can You Get?“ -Live In Cook County Jail, 1971)

He is, was and will be a true great.

Bis zum nächsten Mal.

Peace and Soul.

Stefan aka Freiraum

Weiterführende Links:

→ New York Times: B.B. King, Defining Bluesman for Generations, Dies at 89
→ Wikipedia/ B.B. King
B.B. King A Life In Pictures
→ ‚We all have the blues‘: tributes pour in after BB King dies aged 89
Wonderful images. Heike Rost, Journalist and Photographer: B.B. King, A Tribute to the King

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4 Kommentare

  1. B.B. war eben „The King of the Blues“; er wurde zur Gartenparty bei der britischen Queen eingeladen, zum Empfang im Weissen Haus. Der König von Schweden verlieh ihm den vornehmen Polar-Musikpreis. Ohne B.B. King hätte der Blues vielleicht nie das Image der Arme-Schlucker-Musik aus den Schwarzen-Ghettos abgestreift.

    Gefällt 2 Personen

      1. Wahrscheinlich nicht, aber ich schätze, es war alles legitim, was der King getrieben hat, den Blues muss ja nicht jeder in der gleichen Weise interpretieren. Über die U2-Nummer kann man mal den Mantel des Schweigens breiten, vor denen war und ist ja keiner sicher… ;-)))

        Gefällt 1 Person

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